Brückentage 2021
Feiertage für die Urlaubsplanung geschickt nutzen

Im kommenden Jahr fallen viele Feiertage auf ein Wochenende. Wie Du trotzdem mit wenigen Tagen Urlaub Brücken bauen und schlau nutzen kannst, erfährst Du hier.

6. November 20196. 11. 2019 |
Aktualisiert am 21. Oktober 202021. 10. 2020


Im Kalenderjahr 2021 liegen die Feiertage nicht so günstig: Der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober, der Reformationstag am 31. Oktober und der in Bayern und im Saarland als Feiertag geltende Mariä Himmelfahrt-Tag am 15. August fallen 2021 allesamt auf einen Sonntag und die Weihnachtsfeiertage sowie Silvester auf das Wochenende.

Wer am Wochenende ohnehin nicht arbeitet, wird 2021 daher keinen zusätzlichen freien Tag in der Woche bezahlt bekommen. Trotzdem kann sich ein Blick in den Kalender lohnen.

 

Bundesweite und regionale Brückentage 2021

Januar: Neujahr und Heilige Drei Könige

Neujahr fällt 2021 auf einen Freitag. Wer nach Weihnachten 2020 ab dem 28. Dezember vier Tage Urlaub nimmt, hat sieben Tage frei.

Die Heiligen Drei Könige fallen am 6. Januar auf einen Mittwoch, so dass Beschäftigte in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt eine regionale Brücke bauen können, wenn sie am Donnerstag und Freitag zwei Tage Urlaub nehmen.

April: Ostern

Die Osterfeiertage bieten sich als Brückentage an: Wer vom 29. März bis 1. April oder vom 6. bis 9. April 2021 je vier Tage Urlaub nimmt, hat je neun Tage frei. Oder Du investierst gleich acht Tage Urlaub vom 29. März bis 9. April 2021 und hast dafür 18 Tage frei.

Mai: Christi Himmelfahrt und Pfingsten

Christi Himmelfahrt fällt auf einen Donnerstag. Elf freie Tage hast Du inklusive Wochenenden, wenn Du zwischen dem 14. und 21. Mai sechs Tage Urlaub nimmst.

Pfingstsonntag und Pfingstmontag fallen auf den 23. und 24. Mai – das heißt: Wenn Du vom 25. bis 28. Mai 2021 vier Tage Urlaub nimmst, hast Du neun Tage frei.

Juni: Fronleichnam

Fronleichnam ist 2021 am 3. Juni und in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und in Nordrhein-Westfalen ein Feiertag. Dort springt für Beschäftigte ein langes Wochenende raus, wenn sie am 4. Juni einen Tag frei nehmen.

November: Allerheiligen sowie Buß- und Bettag

Allerheiligen ist immer am 1. November: Das fällt im Jahr 2021 auf einen Montag. Wer in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland arbeitet, hat ein verlängertes Wochenende und muss dafür keine Brücke bauen.

Mit dem Buß- und Bettag profitieren die Sachsen am Mittwoch, 17. November 2021, von einem weiteren Feiertag.

Dezember: Weihnachten und Silvester

Heiligabend fällt 2021 auf einen Freitag. Der 25. und 26. Dezember dementsprechend auf das Wochenende.

Silvester fällt auf einen Freitag. Wenn Du zwischen dem 27. und 31. Dezember 2021 fünf Tage Urlaub nimmst, hast Du neun Tage arbeitsfrei.

 

Urlaub abstimmen

Wann und ob der Urlaub gewährt wird, hängt in erster Linie von den Gegebenheiten im Betrieb und den Interessen anderer Beschäftigter ab. Der Arbeitgeber kann den Urlaubswunsch nur verweigern, wenn dringende betriebliche Belange entgegenstehen oder wenn soziale Gesichtspunkte anderer Vorrang haben – etwa aufgrund schulpflichtiger Kinder. Hier liegt oft das Problem. Beschäftigte mit schulpflichtigen Kindern sind an die gesetzlichen Ferien gebunden, andere wollen gern im Sommer Urlaub machen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich im Betrieb gegenseitig vertreten, sollten sich absprechen. Denn die Erfahrung zeigt: Häufig wird schon bei der Planung gestritten – gerade wenn die Feiertage günstig liegen. Das Ergebnis: Der Fall wird zur Chefsache. Dabei spielt es in der Regel keine Rolle, wer im Team den Urlaub zuerst beantragt hat. Wichtig sind individuelle Gründe.

Bei Überschneidungen wird der Arbeitgeber zunächst prüfen, ob die gleichzeitige Urlaubsgewährung betrieblich möglich ist. Dabei hat er die sozialen Gesichtspunkte der Beschäftigten zu berücksichtigen – etwa wenn die Urlaubsanträge der Kolleginnen und Kollegen in die Schulferien fallen. Dann beißen in der Regel kinderlose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den sauren Apfel und müssen ihren Urlaub anders planen.

Lassen sich die Urlaubswünsche mehrerer Kollegen mit schulpflichtigen Kindern betrieblich nicht realisieren, können sonstige soziale Kriterien ausschlaggebend sein, etwa der Urlaub der Partnerin oder des Partners.


Listen und Anträge

In vielen Betrieben gibt es Listen oder Urlaubsanträge. Reichen die Beschäftigten einen abgestimmten Urlaubsplan beim Chef ein, wird er diesen in der Regel genehmigen. In einigen IG Metall-Tarifverträgen ist der Plan für Arbeitgeber sogar bindend.

Genehmigter Urlaub kann vom Chef nicht einfach widerrufen werden. Dafür müsste schon der Zusammenbruch des Betriebs drohen. Das gilt erst recht, wenn der Urlaub bereits angetreten ist. Abgemacht ist abgemacht. Deshalb haben auch Arbeitnehmer keinen Rechtsanspruch, beantragten Urlaub kurzfristig zu verschieben.

Eine nachträgliche Änderung ist nur nach Absprache mit dem Arbeitgeber möglich. Das gilt auch bei Erkrankung. Wer sich ohne Zustimmung selbst beurlaubt, muss mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Will ein Beschäftigter oder eine Beschäftigte trotz Ablehnung des Arbeitgebers in Urlaub gehen, muss er oder sie eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht erwirken.


Betriebsferien

Will der Arbeitgeber den Betrieb, Werkteile oder bestimmte Abteilungen schließen, geht das nur mit Betriebsrat. Stimmt er der Werkschließung zu, muss die ganze Belegschaft während der „Auszeit“ Urlaub nehmen. Betriebsferien können beliebig lang sein, dürfen aber nicht den gesamten Urlaubsanspruch umfassen.


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