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IG Metall fordert Ende der Unterdrückung in Belarus
Hofmann: Solidarität mit Beschäftigten in Belarus

Die Lage in Belarus spitzt sich immer mehr zu. Menschen auf der Straße und in den Betrieben sind Opfer von Haft und Verfolgung. Der IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann fordert ein Ende der Gewalt.


Die Lage in Belarus eskaliert immer mehr. Jeden Tag gehen die Menschen auf die Straße. Die Wut über die Unterdrückungsmethoden von Präsident Lukaschenka, der sich seit 26 Jahren an der Macht hält, treibt sie auf die Barrikaden. Auch in den Betrieben des Landes wie den großen Werken für Traktoren und Lkws, aber auch beim größten Chemiekombinat herrscht Ausnahmezustand. Viele Belegschaften sind in den Streik getreten. Wer sich beteiligt, dem droht Aussperrung und Entlassung. Die Beschäftigten wollen ein Ende der Unterdrückung und freie Wahlen erreichen. Die Polizei greift brutal durch. Tausende Menschen, darunter auch Beschäftigte und Gewerkschafter, wurden geschlagen und verhaftet, weil sie friedlich demonstriert haben. Es gab Tote und Verletzte.

„Die Gewalt in Belarus muss unbedingt gestoppt werden“, erklärt der IG Metall-Vorsitzende und Präsident des Gewerkschaftsdachverbandes IndustriAll Global, Jörg Hofmann. „Fundamentale Rechte werden in Belarus mit den Füßen getreten. Die Verfolgung und Verhaftung von friedlichen Demonstranten, Beschäftigten und Gewerkschaftern ist inakzeptabel. Ich fordere die Bundesregierung deshalb auf, im Druck auf die Einhaltung demokratischer Rechte in Belarus nicht nachzulassen. Wir, die IG Metall und die Mitgliedsgewerkschaften des internationalen Dachverbandes IndustriAll Global Union, stehen solidarisch an der Seite derjenigen, die für Demokratie und Arbeitnehmerrechte in Belarus eintreten.“

Auch der Betriebsratsvorsitzende von VW, Bernd Osterloh, hat die Gewalt und die systematische Unterdrückung gegen die vielen Menschen, die sich in Belarus friedlich für Fortschritt und Demokratie starkmachen, kritisiert. „Der feste Wille zu Demokratie und Mitbestimmung lässt sich nicht ewig unterdrücken“, sagte Osterloh. Die IG Metall, IndustriAll Global Union und IndustriAll Europe unterstützen die unabhängigen Gewerkschaften in Belarus, die es schwer haben. Der Staat dominiert alle Strukturen. Arbeitnehmerrechte auf Vereinigungsfreiheit und Bildung von Gewerkschaften werden schon seit Jahrzehnten in Belarus missachtet.

Auch von Gewerkschaften aus dem Nachbarland Russland und anderen Ländern bekommt der wachsende zivile Widerstand in Belarus Rückendeckung. Sie fordern die Freilassung der inhaftierten Beschäftigten.  Die Position von Russland wird für die weitere Entwicklung entscheidend sein. Belarus ist wirtschaftlich abhängig und stark mit der russischen Wirtschaft verflochten.

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