In der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie haben sich seit Ende der Friedenspflicht mehr als 8400 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Bei der dritten Tarifverhandlung am 12. Februar fordert die IG Metall von den Arbeitgebern ein angemessenes Angebot.
„Es liegt bei den Arbeitgebern, ob der Konflikt weiter eskaliert oder ob wir in der nächsten Woche ein Tarifergebnis erzielen können. Die Warnstreiks der vergangenen Tage haben deutlich gezeigt, dass es den Beschäftigten ernst ist. Sie lassen sich nicht mit einem Sparangebot abspeisen“, erklärt IG Metall-Verhandlungsführer Manfred Menningen.
Die IG Metall fordert in der Textil-Tarifrunde ein Einkommensplus von 5,5 Prozent sowie Verbesserungen bei der Altersteilzeit. Zudem sollen die Beschäftigten eine Wahloption erhalten, statt Einkommenserhöhungen zusätzliche freie Tage nehmen zu können. Die Arbeitgeber haben bisher 3,4 Prozent mehr Einkommen für eine Laufzeit von 28 Monaten angeboten. Eine Verbesserung der Altersteilzeitregelung sowie mehr Arbeitszeitsouveränität für die Beschäftigten lehnen sie bisher ab.
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