Das sind die Botschaften aus Leipzig, Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart:
In Stuttgart sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall:
„Die Politik ist aufgewacht, hat den Ernst der Lage erkannt und die richtige Richtung eingeschlagen. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent weiterzuverfolgen, das Tempo hoch und das Ziel im Auge zu behalten: eine starke Industrie, die weiterhin für sichere Arbeit und breiten Wohlstand in Deutschland sorgt.“
In Köln sagte Nadine Boguslawski, Hauptkassiererin der IG Metall:
„Deutschland ist eine Bruchbude und muss kernsaniert werden. Zehntausende gut bezahlte tarifliche Arbeitsplätze sind bedroht. 500 Milliarden Euro der künftigen Koalition für Infrastruktur sind erst gut, wenn sie gut verwendet werden. Dieses Geld ist nur dann richtig investiert, wenn es Arbeitsplätze sichert und unsere Industrie und unser Handwerk fit für die Zukunft macht.“
In Frankfurt sagte Hans-Jürgen Urban, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall:
„Wir fordern eine zukunftsfähige, sozial und ökologisch nachhaltige Industrie, die Güter mit hohem Gebrauchswert produziert, welche die Natur nicht überfordert und die sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze bereitstellt.“
In Leipzig sagte Ralf Reinstädtler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall:
„Deutschland muss kernsaniert werden. Die Hütte brennt, wir wollen Taten sehen.“ An Politik und Arbeitgeber gerichtet sagte Reinstädtler: „Zeigt Respekt gegenüber den Beschäftigten! Sucht intelligente Lösungen statt Kahlschlag und Stellenabbau!“
Das sind die Forderungen der Metallerinnen und Metaller:
1. Industriearbeitsplätze sichern:
Eine starke Industrie schafft Wohlstand. Wir fordern Investitionen in zukunftssichere Arbeitsplätze, neue Technologien und erneuerbare Energien – in jedem Betrieb, in allen Unternehmen, auf dem Land und in der Stadt.
2. Gerecht finanzieren
Der Wandel der Industrie kostet Geld. Aber die Last sollte gerecht auf alle Schultern verteilt werden. Wir fordern höhere Steuern für Reiche und eine Reform der Schuldenbremse, damit Investitionen in unsere Zukunft möglich werden.
3. Soziale Sicherheit für alle
Niemand darf abgehängt werden, der Sozialstaat muss Brücken bauen. Wir brauchen sichere, gute Renten, faire Arbeitszeiten und ein funktionierendes Gesundheitssystem. Bildung muss gefördert, Aus- und Weiterbildung gestärkt werden.
Zeichen der Hoffnung
Die Forderungen der IG Metall sind ein Zukunftsprogramm für die deutsche Wirtschaft. Wenn Politik und Arbeitgeber sich daran orientieren, bleiben Jobs in der Industrie erhalten. Dann haben die Beschäftigten und ihre Familien eine Zukunft.
Darauf hofft auch Mathias Köhler. Der gelernte Zerspanungsmechaniker ist an diesem Samstag mit dem Bus aus der Pfalz nach Frankfurt gekommen.
"Ich bin heute beim Aktionstag dabei, um ein Zeichen zu setzen“, sagt der Metaller, der Betriebsratsvorsitzender bei Fischer CNC-Technik in Neustadt an der Weinstraße ist. „Wir Arbeitnehmer müssen deutlich machen, dass es mit der Sparpolitik so nicht weiter geht. Es bringt nichts, wenn wir uns kaputtsparen.“
Dieser Weckruf ist nun endlich in Berlin angekommen.
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