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atswahlen 2014: Bald geht's los

Betriebsratswahlen 2014: Bald geht's los

Betriebsrat - einer für alle Fälle!

09.01.2014 Ι Die nächsten Betriebsratswahlen stehen vor der Tür. Vom 1. März bis 31. Mai wählen Belegschaften ihre neuen Betriebsräte. Unter dem Motto "mitdenken - mitbestimmen - mitmachen" haben Beschäftigte eine Chance, die betriebliche Mitbestimmung aktiv mitzugestalten. Die IG Metall bietet Infos, die Sie wissen sollten, bevor die Wahl losgeht.
Gute Arbeit wächst nicht auf Bäumen. Dafür braucht es nicht nur gute Tarifverträge, sondern auch Betriebsräte, die darüber wachen und im Betrieb auf Augenhöhe mitbestimmen. Betriebsräte, die ihre Rechte und Pflichten kennen und wissen, wie sie agieren können.

Betriebsräte sind demokratisch gewählt und haben einklagbare Rechte. Eine Belegschaft mit Betriebsrat ist grundsätzlich besser aufgestellt als ohne - nicht nur gegenüber dem Arbeitgeber. Ohne Betriebsrat sind die Arbeitsbedingungen schlechter und das Einkommen niedriger.



Das wichtigste Handwerkszeug für einen Betriebsrat ist das Betriebsverfassungsgesetz - quasi die Bibel für die Interessenvertretung der Beschäftigten.

Ab wieviel Beschäftigte

Ein Betriebsrat ist in allen Betrieben ab fünf wahlberechtigten Beschäftigten wählbar. Betriebsratswahlen finden regelmäßig alle vier Jahre statt - das nächste Mal vom 1. März bis 31. Mai 2014. Betriebe, die noch keinen Betriebsrat haben, können jederzeit erstmals wählen.

Organisation

Wahlberechtigt sind alle zum Betrieb gehörenden Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion - auch Beschäftigte im Außendienst sowie Leihbeschäftigte, die seit mindestens drei Monaten im Betrieb sind. Kandidieren dürfen nur Beschäftigte, die dem Betrieb seit mindestens sechs Monaten angehören. Wenn bereits ein Betriebsrat (oder ein Konzern- oder Gesamtbetriebsrat) besteht, setzt dieser vier, ab 51 Beschäftigten zehn Wochen vor Ende der Amtszeit einen Wahlvorstand aus drei wählbaren Beschäftigten ein, der die Wahl organisiert: Termine, Ausschreiben, Wähler- und Kandidatenlisten - und mehr. Ansonsten können auch drei wahlberechtigte Beschäftigte oder eine Gewerkschaft mit Mitgliedern im Betrieb zur Wahlversammlung einladen. Dort wählen die Beschäftigten dann den Wahlvorstand.

Betriebsratswahl ist Grundrecht

Die Betriebsratswahl ist gesetzlich geschützt. Das regelt der Paragraf 1 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Der Arbeitgeber darf die Wahl nicht behindern oder beeinflussen. Mitglieder des Wahlvorstands und Kandidaten sind vor Kündigung geschützt, ebenso wie die späteren Betriebsratsmitglieder. Geschützt sind auch die drei einladenden Beschäftigten - aber nur eingeschränkt: ab Aushang der Einladung bis zum Ergebnis. Deshalb: Vorsicht. Und unbedingt mit Gewerkschaft.

Mit Betriebsrat geht es besser. Nur wer wählen geht, sorgt für gelebte Demokratie. Deshalb: Betriebsrat wählen.

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