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Tarifrunde Leiharbeit: Wenig Bewegung in der zweiten Verhandlung

Tarifrunde Leiharbeit: Wenig Bewegung in der zweiten Verhandlung

Arbeitgeberangebot nur knapp über Mindestlohn

17.11.2016 Ι Auch die zweite Verhandlung für die Leiharbeitnehmer brachte kein Ergebnis. Zwar kamen die Arbeitgeber in Hamburg den Gewerkschaften etwas entgegen, dennoch blieb auch ihre zweite Offerte unzureichend. Für die dritte Runde Ende November erwarten die Gewerkschaften ein deutlich besseres Angebot, um noch in diesem Jahr zu einem Abschluss zu kommen.

In der zweiten Verhandlung am 11. November in Hamburg zeichnete sich erneut ab: Die Positionen der DGB-Gewerkschaften und der beiden Arbeitgeberverbände IGZ und BAP liegen noch sehr weit auseinander.

Bereits in der ersten Runde für die etwa eine Million Leiharbeitsbeschäftigten hatten die Arbeitgeber ein Tarifangebot offeriert, das nur etwa dem neuen gesetzlichen Mindestlohn entsprach. Dieser steigt ab Januar 2017 auf 8,84 Euro pro Stunde. Die Leiharbeitsverbände bestehen darüberhinaus auf eine Laufzeit von über 48 Monaten für einen neuen Tarifabschluss.

 

Angebot muss besser werden

Nachdem die Gewerkschaften dieses Magerangebot als unzureichend abgelehnt hatten, legten die Arbeitgeber beim zweiten Treffen ein modifiziertes Angebot vor: Danach wären die Leiharbeitsverbände bereit, ab 1. Juli 2017 die EG 1 im Osten auf 8,94 Euro anzuheben. Das wären gerade mal 1,13 Prozent über dem gesetzlichen Mindestlohn. Im Westen boten sie an, die Entgelte ab 1. Juli 2017 um 2,2 Prozent zu erhöhen. Anschließend sollen die Entgelte jedes Jahr zum 1. Juli um zwei Prozent steigen - bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2021.

Die Angleichung der Ostentgelte an den Westen soll nach ihren Vorstellungen erst nach 54 Monaten erfolgen. Eine überproportionale Erhöhung der unteren Entgelte, wie sie die Gewerkschaften fordern, lehnten die Arbeitgeber vollkommen ab und beharrten auf eine lange Laufzeit des neuen Tarifvertrages.

Die DGB-Gewerkschaften brachten in Hamburg klar auf den Punkt: Das Angebot muss besser werden und bekräftigten noch einmal ihre Forderung: Sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 70 Cent pro Stunde mehr für zwölf Monate, sowie die Angleichung der Ost-West-Entgelte.

Die dritte Verhandlungsrunde ist am 29. und 30. November in Berlin.
 

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