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Tarifrunde Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie. Foto: akyaka.org

Tarifrunde Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie

Arbeitgeber hatten nichts anzubieten

16.05.2011 Ι Leider müssen sich die Holz- und Kunststoffbeschäftigten in Schleswig-Holstein, Westfalen-Lippe und in Rheinland-Pfalz noch ein wenig gedulden: In den jeweils ersten Verhandlungsrunden am 12. und am 13. Mai waren die Arbeitgeber nicht gewillt, ein Angebot vorzulegen. Für die Arbeitnehmer dieser Branche fordert die IG Metall 5,8 Prozent mehr Geld.
Am 12. Mai trafen sich die IG Metall und die Arbeitgeber der Holz und Kunststoff verarbeitenen Industrie Schleswig-Holstein zu ihrer ersten Verhandlung in Lübeck.

Erst mehr Geld, dann neue Entgeltstruktur
Völlig überraschend wollten dort die Arbeitgeber über neue Entgeltstrukturen reden, bevor sie über Tariferhöhungen verhandeln. Die IG Metall wies das zurück. Grundsätzlich ist sie bereit, sich mit den Arbeitgebern über neue Strukturen auszutauschen und die Lohn- und Gehaltstarifverträge durch einen Entgelttarifvertrag zu ersetzen. Doch bei der jetzigen Tarifrunde geht es erst einmal vorrangig um mehr Geld. Und da erwartet die IG Metall endlich ein konkretes Angebot von den Arbeitgebern zu höheren Löhnen und Gehältern, das sie bisher verweigern. 

Arbeitgeberargument haltlos
In Westfalen-Lippe kamen die Tarifpartner ebenfalls am 12. Mai erstmals in Herford zusammen. Auch dort waren die Arbeitgeber nicht gewillt, ein Angebot vorzulegen. Sie verwiesen auf gestiegene Materialpreise und die wirtschaftliche Situation in den Betrieben. Dieses Argument ist für die IG Metall nicht haltbar. Sie verweist ihrerseits auf die gestiegenen Umsätze im vergangenen Jahr: Das Holzgewerbe konnte seine Umsätze um 9,5 Prozent steigern und die Möbelindustrie um 2,2 Prozent. In beiden Branchen hat die Produktivität das Vorkrisen-Niveau erreicht.

Rheinland-Pfalz: Ohne Ergebnis vertagt
Einen Tag danach am 13. Mai verhandelten erstmals die IG Metall und die Arbeitgeber in Bad Dürkheim für die rheinland-pfälzischen Holz- und Kunststoffbeschäftigten. Auch dort trennten sich die Tarifpartner ohne ein Ergebnis, da die Arbeitgeber ein konkretes Angebot verweigerten.

Nächste Verhandlungstermine
Zu den nächsten Verhandlungsrunden treffen sich die Tarifpartner in Westfalen-Lippe am 6. Juni, in Rheinland-Pfalz am 10. Juni und in Schleswig-Holstein am 15. Juni 2011.

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