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Tarifrunde Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: Immer noch kein Ergebnis. Foto IG Metall NRW

Tarifrunde Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie: Immer noch kein Ergebnis

Außer Spesen nichts gewesen

01.06.2011 Ι In Niedersachen und Bremen wollen die Arbeitgeber der Holz- und Kunststoffbranche ihre Beschäftigten nur mit einem Trinkgeld abspeisen: Am 31. Mai präsentierten sie in der zweiten Verhandlungsrunde in Hannover ein völlig mickriges Angebot. Für die Monate Mai bis Juli wollen sie sogar den Arbeitnehmern gar nichts zugestehen.

Die rund 20 000 Holz- und Kunststoffbeschäftigten in Niedersachsen und Bremen haben wirklich Besseres verdient: Nach acht Stunden Verhandlung boten die Arbeitgeber gerade mal kümmerliche 2 Prozent an und das erst ab August 2011 für insgesamt 13 Monate. Und ab September 2012 sollen sich die Arbeitnehmer mit weiteren 1,7 Prozent für 8 Monate begnügen. Damit hätte der Tarifvertrag eine Laufzeit von 24 Monaten.

Völlig unzureichendes Angebot
Dieses Billigangebot wies die IG Metall als unzureichend zurück und forderte die Arbeitgeber auf, ihr Angebot deutlich nachzubessern. In der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie fordert die IG Metall 5,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Und das aus gutem Grund: Nicht nur bei den Wohnmöbeln und dem Kunststoffgewerbe haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabilisiert, sondern auch die Fenster- und Fassadenhersteller verzeichnen steigende Auftragseingänge. "Die gute Auftragslage der Branche muss sich auch in den Geldbörsen der Beschäftigten wiederfinden", betont IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann.

Erstes Treffen Berlin und Brandenburg
Zwei Tage zuvor, am 29. Mai, verhandelten die IG Metall und die Arbeitgeber in Berlin erstmals für die Holz- und Kunststoffbranche in Berlin und Brandenburg. Hier übten sich die Arbeitgeber in Geduld und wollten erst mal abwarten, was in Niedersachsen, Bremen und Westfalen-Lippe herauskommt.

Thema der ersten Verhandlungsrunde war dort außerdem das Image der Leiharbeitsbranche und der langsam sichtbare Nachwuchsmangel. Die IG Metall fordert für die Auszubildenden in Berlin und Brandenburg 60 Euro mehr. Außerdem will die IG Metall die Abstände der Ausbildungsvergütungen zu den anderen Bundesländern und Industriebereichen verringern, um die Jobs für Berufanfänger attraktiver zu machen und den Nachwuchs zu sichern.

Nächste Verhandlungstermine
Die Tarifpartner treffen sich zu den nächsten Verhandlungsrunden für Niedersachsen und Bremen am 9. Juni und für Berlin und Brandenburg am 27. Juni 2011.

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