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Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie Sachsen-Anhalt: dürftiges Arbeitgeberangebot. Foto: IG Metall NRW

Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie Sachsen-Anhalt: dürftiges Arbeitgeberangebot

Arbeitnehmer haben besseres verdient

16.06.2011 Ι Die erste Tarifverhandlung für die rund 6000 Holz- und Kunststoffbeschäftigten in Sachsen-Anhalt endete mit einem Billigangebot der Arbeitgeber. Die IG Metall fordert 5,8 Prozent mehr Geld und will in Sachsen-Anhalt die Entgelte auf Westniveau anheben.

In der ersten Verhandlungsrunde für die Holz- und Kunststoffbranche Sachsen-Anhalt am 15. Juni präsentierten die Arbeitgeber in Magdeburg ein erstes Angebot: Grundsätzlich sind sie bereit, über die Anpassung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen auf Bundesniveau zu verhandeln.

Bei den prozentualen Entgelterhöhungen klaffen jedoch die Forderung der IG Metall und das Angebot der Arbeitgeber weit auseinander: Geht es nach deren Wünschen, sollen die Löhne und Gehälter in 2011 um 2 Prozent steigen. Im Jahr 2012 würden sie weitere 1,7 Prozent zugestehen - bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Dieses Angebot ist für die IG Metall nicht ausreichend.

Gute Auftragslage rechtfertigt gutes Plus
Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 60 000 Beschäftigten der Holz- und Kunststoffindustrie 5,8 Prozent mehr Geld. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen überproportional steigen, um die Jobs für Berufanfänger attraktiver zu machen und den Nachwuchs zu sichern. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll maximal 12 Monate betragen.

IG Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann begründete die Forderung mit der guten Auftragslage der Branche in Sachsen-Anhalt. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es auch im Interesse der Unternehmen, gute Tariflöhne zu zahlen und der Niedriglohnstrategie endlich eine Absage zu erteilen. Andernfalls, argumentiert Hartmannn, werden die Beschäftigten ins nahe gelegene Niedersachsen abwandern, wo sie deutlich höhere Entgelte erhalten. 

Die nächste Tarifverhandlung für Sachsen-Anhalt ist für den 7. Juli 2011 vereinbart.

Schlichtung in Westfalen-Lippe
Unterdessen sind die Tarifverhandlungen für die Holz- und Kunststoffbranche Westfalen-Lippe gescheitert. Dort vereinbarten die Tarifpartner eine Schlichtungsrunde für den 20. Juni. An diesem Tag lädt die IG Metall NRW zur Kundgebung ein und zwar um 8.30 Uhr vor dem Design-Museum MARTa in Herford, Goebenstraße.

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