Ich musste um eine kürzere Arbeitszeit kämpfen. Ein tarifvertraglicher Anspruch mit einem Entgeltzuschuss würde Beschäftigten erleichtern, ihre Eltern zu pflegen.
Meine Tochter ist vor sechs Jahren in die Schule gekommen und 2013 habe ich meine Arbeitszeit um zehn Prozent verkürzt. Uns fehlte eine Betreuung. Aber ich wollte einfach auch Zeit für meine Tochter haben. Bei uns in der Produktion arbeitete damals niemand in Teilzeit. Mein Arbeitgeber wusste nicht so richtig, wie er damit umgehen sollte. Ich musste darum kämpfen. Letztendlich sind sie doch auf mich zugegangen und es ließ sich immer irgendwie regeln. Aber ich verzichte natürlich auf ein Monatsgehalt und das kann sich nicht jeder leisten. Ein tarifvertraglicher Anspruch auf kürzere Arbeitszeit mit einem Entgeltzuschuss würde es vielen leichter machen, sich um ihre Kinder oder um ihre Eltern zu kümmern.
Tarifvertraglicher Anspruch auf kürzere Arbeitszeit
Das kommt schließlich auch auf die meisten zu. Meinen Eltern geht es seit kurzer Zeit schlechter. Sie leben rund 400 Kilometer entfernt. Im Moment fahre ich einmal pro Monat hin. Das könnte irgendwann nicht mehr reichen.
Die kürzere Arbeitszeit tut auch meiner Gesundheit gut. Ich arbeite im Schichtbetrieb und das ist anstrengend. Zehn Prozent weniger arbeiten bedeutet für mich mehr freie Tage zwischen den Schichten. Ich habe einfach mehr Zeit, um mich von der Schicht zu erholen.
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