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25 Jahre Brandanschlag Solingen

Wir brauchen Respekt und Solidarität

28.05.2018 Ι Der Brandanschlag von Solingen, bei dem fünf Menschen starben, jährt sich zum 25. Mal. Zum Jahrestag der rechtsextremistischen Tat setzt sich die IG Metall dafür ein, Rassismus und rechter Gewalt in Deutschland entschlossen entgegenzutreten.

Der Anschlag in Solingen ereignete sich am Morgen des 29. Mai 1993. Das Haus der türkischstämmigen Familie Genc brannte. Fünf junge Frauen und Mädchen erstickten und verbrannten in den Flammen. Acht Bewohner wurden schwer verletzt. Die Überlebenden und Angehörigen der Opfer leiden bis heute unter den körperlichen und seelischen Folgen.

Die vier jungen Täter, die das Haus in der Nacht angesteckt hatten, wurden wegen Mordes verurteilt. Der Anschlag - eine der folgenschwersten rassistischen Taten in der Bundesrepublik - sorgte weltweit für Entsetzen. Er rüttelte die Öffentlichkeit auf. Solingen wurde zum Symbol für Fremdenhass und militante Ausländerfeindlichkeit. Die IG Metall erinnert zusammen mit anderen gesellschaftlichen Organisationen zum Jahrestag des Brandanschlags an die Opfer von Solingen.

Die damaligen Ereignisse motivierte viele Bürger, sich gegen rechtsextreme Gewalt einzusetzen. Auch viele IG Metaller engagieren sich seitdem für eine andere gewaltfreie Gesellschaft. Einer von ihnen ist der Betriebsrat Abdullah Yilmaz. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende beim Stahlunternehmen Vallourec in Reisholz ist einer der Initiatoren der Gedenkveranstaltung zu 25 Jahre Solingen am 29. Mai in Düsseldorf. "Damals wurden hilflose Menschen ermordet. Das hat mich entsetzt. Deshalb bin ich aktiv geworden", sagt Yilmaz

Er beobachtet mit Sorge, dass rechte Gesinnung heute wieder salonfähig geworden ist. "Es geht darum, das Vertrauen von Bürgern mit Migrationshintergrund in demokratische Institutionen nach Solingen und den NSU-Morden wiederherzustellen", sagt Yilmaz, der auch stellvertretender Vorsitzender bei "Mosaik" ist, einem Verein zur Förderung des interkulturellen Dialogs. Yilmaz diskutiert das Thema mit Beschäftigten in seinem Betrieb und klärt sie auf. "Es geht uns darum, dass Menschen überall ohne Angst leben können." 

Die IG Metall stellt das Thema Rassismus und rechte Gewalt zur Diskussion und bezieht Position. Mit Vereinen, Initiativen und Bürgern fordert die IG Metall öffentlich dazu auf, sich noch stärker für ein respektvolles und solidarisches Miteinander zu engagieren. Eine starke und stabile Demokratie ist auf ein starkes Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bürgern angewiesen.

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