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Holzverarbeitung

Holz- und Kunststoff verarbeitende Industrie Westfalen-Lippe

Deutliches Plus in der Holz- und Kunststoffindustrie

21.06.2011 Ι Die Löhne und Gehälter in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie Westfalen-Lippe steigen ab November 2011 um vier Prozent. Für die Monate Juli bis Oktober gibt es jeweils eine monatliche Einmalzahlung. Darauf einigten sich gestern Nacht die Tarifparteien in einer Schlichtungsverhandlung in Herford.

Die Löhne und Gehälter der rund 40 000 Beschäftigten der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie Westfalen-Lippe werden ab dem 1. November 2011 um vier Prozent erhöht. Für die Monate Juli bis Oktober 2011 erhalten die Beschäftigten vier Einmalzahlungen von jeweils 90 Euro. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten bis zum 31. Dezember 2012. Darauf verständigten sich die IG Metall und die Arbeitgeberseite gestern Abend in der Schlichtungsverhandlung unter dem Vorsitz von Wilhelm-Henrich Vorndamme, Vorsitzender Richter am Sächsischen Landesarbeitsgericht, im Herforder Design Museum MARTa.

Gutes Ergebnis
IG Metall-Verhandlungsführer Robert Fuß zeigte sich zufrieden. "Das ist ein gutes Ergebnis. Vier Prozent mehr Geld, das bedeutet faire Beteiligung der Beschäftigten am Aufschwung. Die Erfolge der Holz- und Möbelbranche kommen jetzt auch bei denen an, die Erhebliches dafür leisten."



Auch die Ausbildungsvergütungen werden deutlich angehoben. "Damit wird die Ausbildung attraktiver", sagte Fuß. Die IG Metall wolle etwas für junge Menschen erreichen. Das ist mit dem Abschluss gelungen. Ab 1. August erhalten Azubis nun im 1. Ausbildungsjahr 681 Euro, im 2. Ausbildungsjahr 733 Euro und im 3. Ausbildungsjahr 800 Euro. Ab 1. November 2011 gibt es ein weiteres Plus. Dann steigen die Vergütungen im 1. Ausbildungsjahr auf 708 Euro, im 2. Ausbildungsjahr auf 762 Euro und im 3. Ausbildungsjahr auf 832 Euro. Leider waren die Arbeitgeber nicht bereit, die Übernahme nach der Ausbildung tarifvertraglich abzusichern. Diese Forderung der IG Metall wurde von den Arbeitgebern abgelehnt.

Aktive Beschäftigte
Am Morgen vor dem Beginn der Schlichtungsrunde hatten sich 250 Beschäftigte aus 23 Betrieben an Aktionen am Verhandlungsort beteiligt. Die IG Metall überreichte dem Schlichter vor der Verhandlung rund 3 500 Unterschriften, verbunden mit der Aufforderung, den berechtigten Ansprüchen der Beschäftigten im Schiedsspruch Rechnung zu tragen. Es beteiligten sich unter anderem Beschäftigte von Hülsta, Wiemann, Haworth, Wini, Glunz, Röchling, Dorma, RPC Braunlage, Wilkhahn, GHP, Welle, Loddenkämper, Wellmann Bauteile, Wellmann Küchen, Schnake Möbel, Pronorm, Nolte, Poggenpohl, Danielmeyer, Rotpunkt, Brinkmeier Systemform Küchen, Siematic und Rational Küchen. Auch in zahlreichen weiteren Betrieben gab es zeitgleich Aktionen.

Die Tarifverträge für die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen können frühestens zum 31. Dezember 2012 gekündigt werden.

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