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Die Laufzeit des Tarifvertrages

4,3 Prozent sind ein verteilungspolitischer Erfolg

30.05.2012 Ι Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie können sich nach diesem Tarifabschluss mehr leisten als bisher. Die 4,3 Prozent erhöhen die Kaufkraft, gleichen die Mehrleistung der Beschäftigten aus und bringen ihnen einen Anteil am Wohlstandszuwachs. Für diesen Erfolg ist neben der prozentualen Erhöhung die kurze Laufzeit entscheidend.

Eine Tariferhöhung soll den Beschäftigten aus Sicht der IG Metall drei Vorteile bringen: Eine reale Verbesserung ihrer Kaufkraft, einen Ausgleich für das, was sie mehr leisten, und einen Anteil am Wohlstandszuwachs. Deshalb leitet die IG Metall ihre Geldforderung in der Regel aus den gesamtwirtschaftlichen Komponenten Preissteigerung und Produktivitätsfortschritt plus einer Umverteilungskomponente ab.


Ob diese in der Forderung abgebildeten Ziele mit dem Ergebnis erreicht werden, hängt nicht nur vom Volumen der Tarifsteigerung, sondern auch von ihrer Laufzeit ab. Würde die Laufzeit zum Beispiel 24 statt wie jetzt vereinbart 13 Monate betragen, dann müsste ein gleichwertiger Entgeltanstieg deutlich über 4,3 Prozent liegen.

Ob die Ziele erreicht werden, hängt daneben davon ab, wie sich während der Laufzeit die Preise und die Produktivität entwickeln. Preis- und Produktivitätsentwicklung ergeben zusammengenommen den sogenannten verteilungsneutralen Spielraum. Liegt die Tariferhöhung oberhalb dieses Spielraums, bringt sie den Beschäftigten mehr Kaufkraft, einen Ausgleich für  mehr Leistung  und Anteile an den Gewinnen. Die für den Zeitraum Mai 2012 bis Ende April 2013 vereinbarte Tariferhöhung von 4,3 Prozent erreicht alle drei Ziele.


Oberhalb der Preissteigerungsrate

4,3 Prozent liegen erstens deutlich oberhalb der erwarteten Preissteigerungsrate. Der Sachverständigenrat (SVR) hatte für 2012 eine Rate von 1,9 Prozent vorhergesagt. Viel mehr dürfte es über die gesamte Laufzeit nicht werden. Sicher ist: Die Beschäftigten können sich mit ihren Einkommen mehr leisten als bisher.


4,3 Prozent gleichen darüber hinaus den erwarteten Produktivitätsanstieg aus. Der SVR hat für 2012 ein Prozent Zuwachs prognostiziert. Die Tariferhöhung schafft also einen vollen Ausgleich für das, was die Beschäftigten mehr leisten.


Umverteilung zu Gunsten der Beschäftigten

Schließlich liegen die 4,3 Prozent deutlich oberhalb des aus Preis- und Produktivitätssteigerung zusammengesetzten verteilungsneutralen Spielraums, der in 2012 nach den SVR-Prognosen 2,8 Prozent  beträgt. Es kommt also zu einer Umverteilung zu Gunsten der Beschäftigten. Sie haben Anteil an den Gewinnen im Aufschwung. 4,3 Prozent sind auch ein verteilungspolitischer Erfolg.

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