Akademische Weiterbildung für Beschäftigte: Das bieten die Europäische Akademie der Arbeit und die Academy of Labour. Mit einem Neubau in Frankfurt am Main rücken die gewerkschaftsnahen Bildungsstätten noch näher an den Universitätsbetrieb.
Die Europäische Akademie der Arbeit (EAdA) und die Academy of Labour (AoL) bekommen ein neues Zuhause: Am Rande des Campus Westend der Frankfurter Goethe-Universität wurde heute der Grundstein für den Neubau gelegt. Das Areal wird den Namen „House of Labour“ („Haus der Arbeit“) tragen. Spätestens im Frühjahr 2020 sollen die neuen Räume bezogen werden. Von dem neuen Standort aus soll die Arbeitnehmerperspektive in die Wissenschaft eingebracht werden.
„In einer Zeit, in der Gastprofessuren gesponsert und Forschungsfelder von Großkonzernen vorgegeben werden, in der in vielen Hörsälen Mitbestimmung und Solidarität Fremdworte sind, setzt die Gewerkschaftsbewegung mit dem House of Labour ganz bewusst einen Gegenpunkt“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, bei der Grundsteinlegung.
Hofmann verwies auf die Transformation der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Globalisierung. Die Umwälzung bedeute, „dass wir Kolleginnen und Kollegen brauchen, die auf solche komplexe Fragestellungen bestens vorbereitet und dementsprechend auch akademisch hoch qualifiziert sind. Die IG Metall finanziert den Neubau maßgeblich.
Bei der Grundsteinlegung: Jörg Hofmann (3.v.l., Erster Vorsitzender der IG Metall), Rainer Gröbel (mitte, Personalleiter der IG Metall) und Martin Allespach (3.v.r., Direktor der EAdA).
EAdA-Direktor Martin Allespach betonte in seiner Rede die Bedeutung der Tarifautonomie und der Mitbestimmung. Beide trügen nicht nur „nachhaltig zum wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland“ bei, sondern maßgeblich zum sozialen Zusammenhalt und Frieden. Allespach verwies auch auf die Liste prominenter Absolventen: Die Akademie der Arbeit hat Gewerkschaftsvorsitzende, Bundes- und Landesminister und Oberbürgermeister hervorgebracht.
Rainer Gröbel, Personalleiter der IG Metall und Kuratoriumsvorsitzender der EAdA, umriss in einem Grußwort die weitere Entwicklung des House of Labour: „Wir wollen durchgängige Bildungswege vom Lehrgang an der EAdA bis hin zum Masterabschluss an der AoL ermöglichen“ sagte er. Das neue Gebäude solle als besondere Stätte der akademischen Weiterbildung für Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte wahrgenommen werden und zu einem „neuen Ort des sozialen Dialogs“ heranwachsen.
Skizze der Architekten: So wird der Neubau des House of Labour aussehen (Bild: GHP Architekten).
Das Studium an der EAdA richtet sich an Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung. Es qualifiziert zum Beispiel für die Arbeit bei Gewerkschaften oder Verbänden, aber auch für weiterführende Studiengänge an Fachhochschulen und Universitäten.
Das Studium kann an der AoL fortgesetzt werden. Dort können die Kolleginnen und Kollegen dann einen Bachelor- und bald auch MBA-Abschluss mit arbeitnehmerorientierter Ausrichtung erreichen.
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