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Europäische Akademie der Arbeit: Studieren ohne Abitur. Foto: PantherMedia / Phovoi R.

Europäische Akademie der Arbeit: Studieren ohne Abitur

Elf Monate Zukunftstraining

08.01.2016 Ι Aktive Metallerinnen und Metaller können sich wieder für ein Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit in Frankfurt bewerben und sich fit machen für eine berufliche Zukunft bei einer Gewerkschaft oder in einer Non-Profit-Organisation. Das nächste Studium ist von Oktober 2016 bis August 2017. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2016.
Das elfmonatige Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit (EAdA) in der Frankfurter Universität hat es in sich: Dort können sich die Teilnehmenden nicht nur im Arbeits- und Verfassungsrecht schulen. Sie erhalten dort auch eine fundierte ökonomische, sozialpolitische sowie sozialwissenschaftliche Ausbildung. Und sie lernen, die aktuellen Konflikte in ihrem europäischen und globalen Kontext besser zu verstehen und zu bewerten.

Kurzum: Die EAdA vermittelt wertvolle Grundlagen für eine berufliche oder ehrenamtliche Arbeit in Gewerkschaften oder anderen Non-Profit-Organisationen. Der Abschluss kann aber auch ein Einstieg in ein weiterführendes wissenschaftliches Studium sein - und das ohne Abitur.

Zielgruppe

Das EAdA-Studium richtet sich insbesondere an gewerkschaftlich und sozial engagierte junge Arbeitnehmer. Die IG Metall empfiehlt, sich für die Dauer des Studiums vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. So haben die Absolventen die Option, danach wieder in ihren Betrieb oder sogar an den alten Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht dazu verpflichtet: er kann, muss aber nicht freistellen.

Studiumverlauf

Das Vollzeitstudium dauert elf Monate. Der nächste Jahrgang startet im Oktober 2016 und endet im August 2017. Das Studium findet in der Regel an sechs Tagen in der Woche statt und ist in Trimester aufgeteilt. Unterrichtsfreie Zeiten sind drei Wochen in der Osterzeit sowie die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel.

Die Lehrinhalte werden in Vorlesungen vermittelt und in Gruppenarbeit sowie Blockseminaren gemeinsam erarbeitet. Das Studium umfasst insgesamt über tausend Lehrstunden und Arbeitsgruppenphasen. Hinzu kommen schriftliche Hausarbeiten, Klausuren und Exkursionen, um den Lernstoff zu vertiefen. Tutorinnen und Tutoren begleiten das Studium. Alle Studierenden können eine fächerbezogene Bibliothek sowie Arbeitsgruppen- und Freizeiträume nutzen.

Was kostet das EAdA-Studium?

Das Studium ist kostenfrei. Studierende erhalten ein bedarfsbezogenes Stipendium. Die IG Metall gewährt ihren Mitgliedern zusätzlich Zuschüsse für Bücher und Studienreise sowie ein Weihnachtsgeld. Die Studierenden sind im EAdA-Internat in Einzelzimmern untergebracht und werden in der hauseigenen Mensa verpflegt. Dies ist Teil des Stipendiums.

Interessiert?

Interessierte Metallerinnen und Metaller bewerben sich bitte bis zum 31. März 2016 mit entsprechenden Befürwortungen ihrer IG Metall-Verwaltungsstelle und der Bezirksleitung beim

IG Metall Vorstand
FB Personal und Organisation
Ressort Personalentwicklung / HAW
Joachim Beerhorst

Wilhelm-Leuschner-Straße 79
60329 Frankfurt am Main

Vom 23. bis 27. Mai 2016 werden Bewerberinnen und Bewerber im Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e. V. auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet. Die Teilnahme an diesem Seminar ist Pflicht.

Die Aufnahmeprüfung ist geplant für den 27. bis 29. Juni 2016 in der IG BAU-Bildungsstätte in Steinbach (Taunus). Alle weiteren Termine bekommen die Bewerberinnen und Bewerber direkt mitgeteilt. Bitte beachten: Nur wer die Aufnahmeprüfung besteht, wird für das EAdA-Studium zugelassen.

Die EAdA ist eine gemeinnützige Stiftung. Sie bildet junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre Aufgaben im wirtschaftlichen und öffentlichen Leben aus und fördert dadurch Wissenschaft, Erziehung und Berufsbildung.

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