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Europäische Akademie der Arbeit: Studieren ohne Abitur. Foto: PantherMedia / Phovoi R.

Europäische Akademie der Arbeit: Studieren ohne Abitur

Elf Monate Zukunftstraining

15.12.2017 Ι Aktive Metallerinnen und Metaller können sich wieder für ein Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit in Frankfurt bewerben und sich fit machen für eine berufliche Zukunft bei einer Gewerkschaft oder in einer Non-Profit-Organisation. Der nächste Studienjahrgang läuft von Oktober 2018 bis August 2019. Die Bewerbungsfrist endet am 20. März 2018.

Das elfmonatige Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit (EAdA) in der Frankfurter Universität hat es in sich: Dort können sich die Teilnehmenden nicht nur im Arbeits- und Verfassungsrecht schulen. Sie erhalten dort auch eine fundierte ökonomische, sozialpolitische sowie sozialwissenschaftliche Ausbildung. Und sie lernen, aktuelle Konflikte in ihrem europäischen und globalen Kontext besser zu verstehen und zu bewerten.

Kurzum: Die EAdA vermittelt wertvolle Grundlagen für eine berufliche oder ehrenamtliche Arbeit in Gewerkschaften oder anderen Non-Profit-Organisationen. Der Abschluss kann aber auch ein Einstieg in ein weiterführendes wissenschaftliches Studium sein - und das ohne Abitur.


Zielgruppe

Das EAdA-Studium richtet sich insbesondere an gewerkschaftlich und sozial engagierte junge Beschäftigte. Die IG Metall empfiehlt, sich für die Dauer des Studiums vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. So haben die Absolventen die Option, danach wieder in ihren Betrieb oder sogar an den alten Arbeitsplatz zurückkehren. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht dazu verpflichtet: er kann, muss aber nicht freistellen.


Studienverlauf

Das Vollzeitstudium dauert elf Monate. Der nächste Jahrgang startet im Oktober 2018 und endet im August 2019. Das Studium findet in der Regel an sechs Tagen in der Woche statt und ist in drei Trimester aufgeteilt. Unterrichtsfreie Zeiten sind jeweils zwei Wochen in der Osterzeit und in der Zeit um Weihnachten sowie dem Jahreswechsel.


Die Lehrinhalte werden in Vorlesungen vermittelt und in Gruppenarbeit sowie Blockseminaren gemeinsam erarbeitet. Das Studium umfasst insgesamt über tausend Lehrstunden und Arbeitsgruppenphasen. Hinzu kommen schriftliche Hausarbeiten, Klausuren und Exkursionen, um den Lernstoff zu vertiefen. Tutorinnen und Tutoren begleiten das Studium. Alle Studierenden können eine fächerbezogene Bibliothek sowie Arbeitsgruppen- und Freizeiträume nutzen.


Was kostet das EAdA-Studium?

Das Studium ist kostenfrei. Studierende erhalten ein bedarfsbezogenes Stipendium. Die IG Metall gewährt ihren Mitgliedern zusätzlich Zuschüsse für Bücher und Studienreise sowie ein Weihnachtsgeld. Die Studierenden sind im EAdA-Internat in Einzelzimmern untergebracht und werden in der hauseigenen Mensa verpflegt. Dies ist Teil des Stipendiums.


Interessiert?

Interessierte Metallerinnen und Metaller bewerben sich bitte bis zum 20. März 2018 mit entsprechenden Befürwortungen ihrer IG Metall-Geschäftsstelle und der Bezirksleitung beim

IG Metall Vorstand
FB Personal
Ressort Personalentwicklung / HAW
Sven Frye

Wilhelm-Leuschner-Straße 79
60329 Frankfurt am Main


Zu den Bewerbungsunterlagen gehören:
 

  1. Formlose Bewerbung
  2. Lebenslauf und Lichtbild
  3. gewerkschaftlicher Werdegang, aus dem folgendes ersichtlich sein sollte:
    • Eintritt in die Gewerkschaft
    • Beitragshöhe
    • Funktion innerhalb der Gewerkschaft
    • besuchte Seminare
  4. Befürwortungen der zuständigen Geschäftsstelle und der Bezirksleitung


Vom 13. bis 18. Mai 2018 werden Bewerberinnen und Bewerber im Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e. V. auf die Aufnahmeprüfung vorbereitet. Die Teilnahme an diesem Seminar ist Pflicht.

Die Aufnahmeprüfung ist für den 25. und 26. Juni 2018 (Anreise am 24. Juni 2018) in der IG BAU-Bildungsstätte in Steinbach (Taunus). Alle weiteren Termine werden den Bewerberinnen und Bewerbern direkt mitgeteilt. Bitte beachten: Nur wer die Aufnahmeprüfung besteht, wird für das EAdA-Studium zugelassen.

Die EAdA ist eine gemeinnützige Stiftung. Sie bildet junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre Aufgaben im wirtschaftlichen und öffentlichen Leben aus und fördert dadurch Wissenschaft, Erziehung und Berufsbildung.

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