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Tarifabschluss bei den Alfelder Kunststoffwerken
Mehr Geld und Corona-Prämie bei den Alfelder Kunststoffwerken

IG Metall und Betriebsrat haben bei den Alfelder Kunststoffwerken vier Prozent Tariferhöhung und eine Corona-Prämie von 1500 Euro ausgehandelt. Der Betrieb läuft trotz Corona voll weiter – weil der Betriebsrat sich schon frühzeitig um den Gesundheitsschutz gekümmert hat.


Vier Prozent mehr Geld, 150 Euro tarifliche Einmalzahlung und eine betriebliche Corona-Sonderprämie von 1500 Euro obendrauf – als Wertschätzung für die besonders schwierige Arbeit in Corona-Zeiten. Das haben IG Metall und Betriebsrat bei den Alfelder Kunststoffwerken Herm. Meyer ausgehandelt.

„Unsere Kolleginnen und Kollegen sind seit Wochen im Ausnahmezustand“, berichtet der Betriebsratsvorsitzende Kristian Langner. „Wir haben die Geschäftsführung überzeugt: Wir Beschäftigten arbeiten weiter durch und stehen zur Firma, auch samstags, trotz Corona – dann muss dafür auch etwas kommen.“

Betriebsratsvorsitzender Kristian Langner (Foto: Oliver Schwartz)

Anders als viele andere Betriebe laufen die Alfelder Kunststoffwerke auf Hochtouren. Die rund 250 Beschäftigten produzieren Dichteinlagen für die Lebensmittelindustrie und für Arzneihersteller.


Sichere Perspektiven

„Auch wenn die Auftragsbücher voll sind und glücklicherweise keine Kurzarbeit herrscht, sind viele Familien trotzdem von den Folgen der Pandemie betroffen: Partnerinnen und Partner mit unsicherer Perspektive und verringertem Einkommen, geschlossene Schulen und Kitas, um nur einige Folgen zu nennen“, meint Verhandlungsführer Markus Wente von der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Gerade in diesen unsicheren Zeiten ist es umso wichtiger, dass die IG Metall den Beschäftigten sichere Perspektiven schafft.“

In vielen anderen Betrieben sieht das anders aus: Dort setzen Arbeitgeber gerade den Rotstift bei ihren Beschäftigten an. Allerdings: Von allein hätte auch die Geschäftsführung der Alfelder Kunststoffwerke das Geld sicher nicht bezahlt, betont Mathias Neumann von der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim. „Dieser Tarifabschluss ist ein großer Erfolg der Arbeit der IG Metall vor Ort im Betrieb und gibt Sicherheit für die kommenden Monate.“


Betriebsrat kümmert sich – Masken im Februar geordert

Dass die Alfelder Kunststoffwerke trotz Corona immer voll weiterproduzieren konnten, liegt vor allem daran, dass der Betriebsrat sich schon sehr früh um Schutzmaßnahmen gekümmert hat. Schichtentausch, Homeoffice, Versetzungen, Desinfektionsmittel und 17 000 Masken, die in mehreren Etappen besorgt wurden, online, über private Kontakte, wo es ging. Bereits im Februar hat die Firma die ersten Schutzmasken geordert.

„Wir haben die Geschäftsführung frühzeitig darauf angesprochen“, erklärt Betriebsrat Langner. „Seitdem setzen wir uns regelmäßig zusammen und machen beim Gesundheitsschutz alles, was geht. Wir sind auch gemeinsam mit der Geschäftsführung in die Schichten reingegangen und haben mit den Beschäftigten gesprochen, um ihnen die Angst zu nehmen und sie zu motivieren.“

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