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Autonomes und vernetztes Fahren auf dem Bauernhof 4.0

Selbstfahrende Autos? Auf dem Acker ist das heute schon normal.


Neueste Landmaschinen wie der Traktor GridCon von John Deere (Foto) fahren ohne Fahrerkabine, mit Strom vom hofeigenen Windrad, mit halb so viel Gewicht. Das schont die Umwelt ― und das Feld: weniger Bodenverdichtung, bessere Belüftung und Wassereinsickerung ― bessere Erträge. Auch alle anderen Hersteller wie AGCO Fendt, Claas, CNH, Kone oder SDF bieten autonom agierende Traktoren, Mähdrescher oder Feldhäcksler an, vollgepackt mit Sensoren und Netzwerktechnik. Damit können Landwirte online Daten, etwa Inhaltsstoffe, Feuchte und Qualität ihres Getreides, auslesen ― und ihre Maschinen vom Hof aus über ihr Feld steuern.

Die Technik ist selbst für kleinere Betriebe fast schon ein Muss. „Alle reden von Industrie 4.0, aber Landwirtschaft 4.0 ist längst Realität“, meint Harald Hatzfeld, Softwareentwickler und Betriebsratsvorsitzender im Entwicklungszentrum von John Deere in Kaiserslautern. „Anders als bei Autos sind Vernetzung, autonomes Fahren und Datensammeln Teil des Geschäftsmodells unserer Endkunden.“


Arbeit verändert sich

Die Landtechnik gilt als Leitbranche für Digitalisierung. Über 30 Prozent der Wertschöpfung ist bereits digital: Elektronik, Sensoren und Software. Das verändert auch die Arbeit massiv.

„Wir suchen heute Leute in ganz neuen Berufsfeldern, etwa Datenanalysten“, erklärt Hatzfeld. Er und die anderen IG Metall-Betriebsräte in der Landtechnik wollen die Veränderungen für die Beschäftigten früh gestalten. Im Netzwerk Landtechnik der IG Metall diskutieren sie beispielsweise, wie sich die Aus- und Weiterbildung verändern muss, etwa hin zu agiler Entwicklung nahe am Kunden. Anfang Mai treffen sie sich in der Versuchs- und Lehranstalt bei Kaiserslautern, um sich die Ausbildung ihrer „Endkunden“ an ihren neuesten Landmaschinen anzusehen.

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