Seit ihrer Gründung 1891 setzt sich die IG Metall in Deutschland für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ein. Im Vordergrund standen dabei zunächst der Brand- und Explosionsschutz, die Sicherheit von Arbeitsstätten, Werkzeugen und Maschinen. Auch heute noch ist für die IG Metall Esslingen der Arbeits- und Gesundheitsschutz einer der Schwerpunkte ihrer Arbeit. Viele Betriebsräte setzen sich seit Wochen dafür ein, dass Abstand gehalten wird, Masken getragen und Hygienevorschriften eingehalten werden.
In einem Betrieb ist der Betriebsrat besonders aktiv: bei Belden in Neckartenzlingen. Als Corona im Anmarsch war, hatten die Kolleginnen und Kollegen des Betriebsrats die Idee, ein Team zu bilden, das sich mit Corona befasst und Maßnahmen beschließt, um die Belegschaft zu schützen. Deshalb haben sich Geschäftsführung, Betriebsrat, Personalleitung, EHS (Environment Health Safety) und Facility zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Täglich wird besprochen, welche Maßnahmen notwendig sind. Die Angestellten wurden alle ins Homeoffice geschickt, um die Anzahl der Kolleginnen und Kollegen am Standort zu reduzieren und die Ansteckungsgefahr zu minimieren. In der Produktion wurde weitergearbeitet, da es genügend Aufträge gab.
Durch Begehungen, Gefährdungsbeurteilungen und Risikoanalysen wurden Arbeitsplätze analysiert und Maßnahmen getroffen, um alle zu schützen. Der Abstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden, sonst besteht Maskenpflicht während des Kontakts. Um Ansammlungen zu vermeiden, wurden Pausenzeiten versetzt, Multi-Operator-Plätze in Single-Operator-Plätze umgestaltet, Aufnahmekapazitäten der Besprechungsräume definiert, Schichtüberlappungen vermieden und viele weitere Maßnahmen getroffen. Die Belegschaft wird über jeden Schritt informiert.
Um Fragen und Ängsten zu begegnen, wurde das Corona-Information-Center gegründet. Dort können die Kolleginnen und Kollegen Informationen einholen, Fieber messen und es wird Material – Masken, Desinfektionsmittel und Informationen über Corona – verteilt. Dieses Infocenter wird mit Betriebsrätinnen, Betriebsräten, Produktionspersonal und Angestellten besetzt, die sich dafür zu Pandemiehelfern haben ausbilden lassen. Die Kolleginnen und Kollegen bei Belden sind von der Beratungs- und Austauschmöglichkeit begeistert!
Wo es leider nach wie vor erhebliche Probleme gibt, ist im Bereich der Gewerbeaufsicht. Gerade einmal 17 Beschäftigte sind im Landkreis Esslingen für die Beratung und Überwachung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes von über 20 000 Betrieben zuständig.
Die Landesregierung muss erheblich mehr als bisher dafür tun, dass die Beschäftigten an ihren Arbeitsplätzen vor Gefahren gesichert werden – insbesondere jetzt, wo es darum geht, sie vor einem nahezu unbekannten Virus zu schützen.
Foto: Anastasia Papadopoulou Das Corona-Information-Center bei Belden
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