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Keine Entlassungen in der Krise - industrielle Wertschöpfung sichern

Maßnahmen zur Krisenbewältigung

Industrielle Wertschöpfung sichern

30.11.2009 Ι Unter der Überschrift "Keine Entlassungen in 2009" haben wir bereits Anfang des Jahres zahlreiche Maßnahmen zur Krisenbewältigung vorgestellt. Viele davon wurden von der Regierung aufgegriffen. Und sie waren erfolgreich. Der Arbeitsmarkt ist noch stabil. Damit das so bleibt, haben wir weitere Maßnahmen entwickelt.

Die gefürchtete Entlassungswelle in der Krise ist bisher ausgeblieben. Berhthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, blickt auch weiterhin positiv in die Zukunft: "Nach wie vor erkenne ich bei vielen Arbeitgebern aber die Bereitschaft, ihre Stammbelegschaften zu halten. Zu Recht: Wer vor der Krise Fachkräftemangel beschwört und jetzt die Leute rauswirft, macht sich unglaubwürdig."
Das geht aber nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Deshalb fordern wir von der Politik:

Keine Entlassungen in der Krise

  • Die Verlängerung der Kurzarbeit haben wir in unserem Aktionsprogramm gefordert. Die Bundesregierung hat das aufgenommen und so konnten viele Arbeitsplätze gesichert werden. Deswegen muss die Verlängerung auch weiterhin möglich sein: Auch Kurzarbeit, die nach dem 31. Dezemeber 2009 beantragt wurde, muss für 24 Monate gelten können.
  • Damit Arbeitnehmer und Unternehmen die Kurzarbeit besser zur Qualifizierung nutzen können, brauchen sie zusätzliche Mittel von Bund, Ländern und EU.
  • Junge Menschen brauchen eine Perspektive: die haben sie nur, wenn sie übernommen werden. Deshalb brauchen sie Übernahmeverpflichtungen.
  • Altersteilzeit muss gefördert werden. Nur dann können ältere Arbeitnehmer flexibler ausscheiden und junge leichter nachrücken.
  • Leiharbeit muss sozial reguliert werden. Berthold Huber dazu: "Die Unternehmen haben schon ihre ohnehin um ihren rechtmäßigen Lohn betrogenen Leiharbeiter vor die Tür gesetzt, was ich für einen Skandal halte." Darüber hinaus müssen die Mindeslöhne verankert werden.


Rettungsschirm für die Industrie

  • Jedes vierte Unternehmen meldet Probleme bei der Kreditversorgung. Bisher kommt das Geld aus dem Wirtschaftsfonds von 17,5 Milliarden Euro in den Unternhemen nicht an. Um die Eigenkapitalbasis der Unternehmen zu stärken, schlagen wir eine öffentlichen Beteiligungsfonds vor: Public Equity. Damit kann insbesondere der Mittelstand gefördert werden.
  • Mitarbeiterkapitalbeteiligung kann in Krisenunternehmen eingesetzt werden und damit zur Stabilisierung beitragen.


Aktive Industriepolitik

  • Jeder dritte Arbeitsplatz in Deutschland hängt von der Industrie ab. Das betrifft 11 Millionen Menschen. Um die Wirtschaft dauerhaft zu stabilisieren, muss Deutschland seine Exportstärke erhalten aber auch seine Binnennachfrage stärken.
  • Damit die Realiwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt, müssen sich viele Branchen dem Strukturwandel stellen und sich anpassen oder gar erneuern. Ein Branchenrat, wie wir ihn beispielsweise für die Autoindustrie bereits gefordert haben, kann hier hilfreich sein.

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