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IG Metall fordert Erhalt aller Standorte
MAN ES will 3000 Arbeitsplätze abbauen

MAN Energy Solutions plant den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen – 40 Prozent der Belegschaft. Gesamtbetriebsrat und IG Metall kritisieren die Kahlschlag-Pläne als völlig überzogen. Sie fordern den Erhalt aller Standorte, den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und den Verbleib bei VW.


MAN will 3000 Arbeitsplätze bei seiner Großmotoren-Sparte MAN Energy Solutions (ES) in Deutschland streichen. Das bedeutet eine Personalkürzung von 40 Prozent. Die Unternehmensleitung plant, Arbeit an Fremdfirmen und in Billiglohnländer auszulagern und ganze Standortorte zu schließen. Auch betriebsbedingte Kündigungen sind nicht ausgeschlossen. Dies verkündete die Unternehmensleitung den Beschäftigten am Mittwoch auf Mitarbeiterversammlungen.


Betriebsrat und IG Metall fordern Erhalt aller Standorte

Der Gesamtbetriebsrat von MAN ES und die IG Metall kritisieren die Pläne scharf. „Der Personalabbau ist völlig unverhältnismäßig“, sagt Michael Leppek, Unternehmensbetreuer und Bevollmächtigter der IG Metall in Augsburg, dem Stammsitz von MAN ES.

Gesamtbetriebsrat und IG Metall verlangen eine Überprüfung der Abbaupläne. Nicht die Corona-Krise sei Grund für die schwierige Situation, wie von der Unternehmensleitung behauptet, sondern Managementfehler, die Betriebsräte und IG Metall seit Jahren immer wieder angemahnt haben.

Für die nun anstehenden Verhandlungen fordern Gesamtbetriebsrat und IG Metall den Erhalt aller Standorte.

„Betriebsbedingte Kündigungen müssen definitiv ausgeschlossen werden, so wie es im gesamten VW-Konzern üblich ist“, erklärt Werner Wiedemann, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von MAN ES. „Selbstverständlich sind wir bereit, über tragfähige Konzept für alle deutschen Standorten zu reden. Das wird nicht ohne Anpassung der Kapazitäten gehen – aber dann nur sozialverträglich und zukunftsfähig, ohne Abfluss von Know-How.“

Der Gesamtbetriebsrat erwartet, dass das Unternehmen alle Informationen vorlegt, die zur Entwicklung alternativer Vorschläge erforderlich sind.


VW soll in der Verantwortung bleiben

Zudem soll die Konzernmutter VW in der Verantwortung bleiben. VW plant, das angeschlagene Unternehmen MAN ES zu verkaufen. Betriebsräte und IG Metall fordern, dass VW den Verkaufsprozess einstellt und stattdessen den Verbleib von MAN ES im VW-Konzern zusichert. Auch sollen mögliche Kosten für Restrukturierungen durch die Konzernmutter getragen werden.


In Zukunft investieren – Kompetenzen erhalten

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme warnen Gesamtbetriebsrat und IG Metall zudem, dass der Personalabbau die Umsetzung der Unternehmensstrategie hin zu klimafreundlicheren Zukunftstechnologien gefährdet. Insbesondere bei der Wasserstofftechnologie konnte das Unternehmen zuletzt Fortschritte verzeichnen.

Gesamtbetriebsrat und IG Metall appellieren an das Management, die Kompetenzen und Fachkenntnisse der Standorte nicht durch Personalabbau und Schließungen zu gefährden. Stattdessen müsse das Unternehmen in Zukunftstechnologien investieren.

Die Sondierungsgespräche bei MAN ES laufen. Und die Beschäftigten bei MAN ES kämpfen für ihre Arbeitsplätze. Für nächste Woche sind erste Gespräche geplant.


Das fordern IG Metall und Gesamtbetriebsrat:

  • Stoppt den Kahlschlag – kein völlig überzogener Personalabbau
  • Alle müssen ihren Beitrag leisten – auch Vorstand und Management
  • Keine betriebsbedingten Kündigungen
  • Keine Standortschließungen
  • Erhalt der Kompetenzen und des Knowhows an den Standorten
  • Investitionen in die Zukunftsthemen
  • Stopp des Verkaufsprozesses – Verbleib bei VW
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