Aktionswoche des Bezirks Küste
Arbeitgeber nutzen Corona für Kürzungen – Beschäftigte wehren sich

Unter dem Deckmantel der Corona-Krise versuchen Arbeitgeber, lange geplante Kürzungen durchzusetzen. Die Beschäftigten leisten gemeinsam mit der IG Metall Widerstand. Schwerpunkt der Aktionen ist in dieser Woche der Norden, wo Metallerinnen und Metaller aus mehr als 100 Betrieben teilnehmen.


Drohende Insolvenzen, Standortschließungen, Stellenstreichungen und Angriffe auf Tarifverträge und Mitbestimmung: Immer mehr Arbeitgeber versuchen, die Folgen der Corona-Pandemie auf die Beschäftigten abzuwälzen. Dabei nutzen einige die Corona-Krise als Vorwand, um bereits länger geplante Einschnitte umzusetzen.


100 Betriebe bei Aktionswoche an der Küste dabei

Die Beschäftigten in den Betrieben wehren sich gemeinsam mit der IG Metall und leisten Widerstand. Schwerpunkt der Aktionen ist in dieser Woche der Norden: Bei einer Aktionswoche der IG Metall Küste beteiligen sich Metallerinnen und Metaller aus mehr als 100 Betrieben in allen fünf norddeutschen Bundesländern an kleineren Kundgebungen, Roadshows, Flugblattverteilungen und Autokorsos.

„Jeden Tag kommen neue Hiobsbotschaften. Unter dem Deckmantel von Corona versuchen manche Arbeitgeber, lange geplante Rationalisierungen durchzusetzen“, kritisiert Daniel Friedrich Bezirksleiter der IG Metall Küste. „Dagegen werden sich die Belegschaften wehren. Nur so wird sich eine beschäftigungspolitische Katastrophe im Herbst verhindern lassen. Jetzt gilt es, eine Brücke in die Zukunft zu bauen. Dabei helfen die Förderprogramme von Bund und Ländern sowie die Kurzarbeit.“

Am Dienstag bauten die Stahlkocher von ArcelorMittal eine Demonstration von Playmobil-Männchen vor dem Bremer Rathaus auf. In Emden ist am Donnerstag, den 25. Juni, ein Autokorso vom VW-Werk zu den Nordseewerken geplant. Bis Ende der Woche wird es weitere Aktionen unter anderem in Kiel, in der Region Hamburg und an der polnischen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern geben.


Aktionen auch in anderen Regionen

Auch in anderen Regionen kämpfen Beschäftigte gemeinsam mit der IG Metall für ihre Arbeitsplätze. Etwa beim Autozulieferer ZF. Ende Mai hatte die Unternwehmensleitung verkündet, weltweit bis zu 15.000 Stellen abzubauen - davon die Hälfte in Deutschland.  An fast allen ZF-Standorten demonstrierten die Beschäftigten mit der IG Metall gegen den drohenden Personalabbau. In Friedrichshafen etwa protestierten rund 1000 Beschäftigte mit dem Auto, Rad oder Roller bei einer „Mobilitätsdemo“.

 


Fotos und Videos von den Aktionen auf der „Social Wall“ der IG Metall Küste

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