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Anti-Atom: 100 000 demonstrieren in Berlin gegen Atomkraft. Foto: fotalia

Anti-Atom: 100 000 demonstrieren in Berlin gegen Atomkraft

Anti-Atom-Sonne scheint

20.09.2010 Ι Atomkraft - Nein Danke! Das war auch das Motto der Großdemo am vergangenen Samstag in Berlin. Atomkraft hat keine Zukunft, deshalb muss jetzt die Energiewende her. Das sollte auch bei der Bundesregierung ankommen. Also fanden die Proteste vor allem im Regierungsviertel statt.

Rund 100 000 Menschen haben am Samtsag, den 28. September 2010 in Berlin gegen Atomkraft demonstriert. Und gegen die Politik der Bundesregierung. Die will, dass die Atommeiler in Deutschland bis zu 14 Jahre länger am Netz bleiben. Damit sich die Regierung das nochmal anders überlegt, hatte die Anti-Atom-Bewegung mobilisiert. Und das erfolgreich. "Atomkraft? Nein Danke!" stand auf vielen Fahnen, die am Samstag durch das Berliner Regierungsviertel getragen wurden.

Keine Laufzeitverlängerung für Atommeiler
Die von der Bundesregierung initiierten längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke von bis zu 14 Jahren bedeuten vor allem eines: mehr Geld für die Energiekonzerne. Die Gefahren werden dabei außer Acht gelassen. Wolfgang Rhode, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, erklärte auf der Demonstration in Berlin: "Bei den Milliarden vor Augen überrascht es nicht, dass die ganz große Lobby-Maschine angeworfen wird. Aber wir können nicht akzeptieren, wenn Schwarz-Gelb zum Steigbügelhalter der Atomkonzerne wird." Er forderte die Regierung auf, den Ausstieg vom Atomausstieg wieder rückgängig zu machen.


Anti-Atom-Demonstration am 18. September in Berlin.

Sichere Arbeitsplätze brauchen Energie
Als Gewerkschafter betonte Rhode, dass sichere Arbeitsplätze nur mit Energie möglich sind. Allerdings brauche es dazu auf Dauer keine Atomkraft. Und auch für die derzeit in Atomkraftwerken beschäftigten Arbeitnehmer müsse es eine Perspektive geben. Auch sie haben ein Recht auf Arbeit: "Windkraft- und Solaranlagen und die energetische Gebäudesanierung - damit sind schon tausende von Arbeitsplätzen geschaffen worden. Es können auch noch mehr werden, wenn die Bundesregierung der Energiewende nicht Steine in den Weg legt."

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