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Warnstreikauftakt bei Ford in Köln: Jörg Hofmann spricht vor 7000 Warnstreikenden. Foto: Jürgen Seidel

Warnstreikauftakt bei Ford in Köln: Jörg Hofmann spricht vor 7000 Warnstreikenden

Zurück auf Start, Arbeitgeber! Das ist kein Angebot!

29.01.2015 Ι Nach dem starken Warnstreikauftakt mit zehntausenden Metallerinnen und Metallern um Mitternacht folgten heute Morgen die nächsten Schichten. Aufgerufen waren unter anderem die Belegschaften der Ford Werke in Köln. Dort sprach der Zweite IG Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann vor rund 7000 Warnstreikenden: "Ihr demonstriert heute, dass wir die richtigen Themen anpacken."
Wie zehntausende Metallerinnen und Metaller zuvor, hatten sich auch in Köln 1500 Beschäftigte der beiden Ford Werke Niehl und FCSD um Mitternacht auf die Beine gemacht und waren dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt. Ihnen folgten heute Morgen 6000 Warnstreikende in der Frühschicht bei Ford und 1000 im Entwicklungszentrum von Ford.

"Herzlich Willkommen beim ersten Warnstreiktag der IG Metall", wurden die Metallerinnen und Metaller am Ford-Kreisel vom Zweiten IG Metall-Vorsitzenden Jörg Hofmann begrüßt, der neben dem Leiter des Vertrauenskörpers von Ford, Benjamin Gruschka, dort auf der Kundgebung sprach.

In seiner Rede prangerte Hofmann das Angebot der Arbeitgeber an: 2,2 Prozent für zehn Monate, 2 Monate für keinen Cent mehr. "Wenn ihr nicht mehr gibt, geben wir auch nichts mehr. Nämlich das, auf dass ihr angewiesen seid: Unsere Arbeitskraft." Selbst die Europäische Zentralbank und Bundesbank forderten kräftige Lohnerhöhungen. Das müssten auch endlich die Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie kapieren.

Ford-Kreis in Köln: Jörg Hofmann spricht vor rund 6000 Warnstreikenden. Foto: Jürgen Seidel
Ford-Kreis in Köln: Jörg Hofmann spricht vor rund 6000 Warnstreikenden. Foto: Jürgen Seidel

Als "völlig unzureichend" bezeichnete der Gewerkschafter das Angebot zur Altersteilzeit. Diese wollten die Arbeitgeber nur für besonders Belastete und den Anspruch von vier auf zwei Prozent halbieren. "Wir wollen faire Ausstiegsoptionen für diejenigen, die sich oft 40 Jahre und mehr den Buckel krumm geschuftet haben." Die Arbeitgeber dagegen wollten Menschen billig loswerden, die krank und kaputt sind.

Die "unverbindlichen Erklärungen und Gespräche über Bildungsteilzeit für Un- und Angelernte" kritisierte Hofmann als "verantwortungslos". Die Arbeitgeber "machten sich 'nen schlanken Fuß, wenn es darum geht, Verantwortung in unserer Gesellschaft zu übernehmen!" Das erinnere an einen Feuerwehrkommandant, der angesichts eines brennenden Hauses zum Workshop zur Feuerbekämpfung im schwierigen Terrain einlädt. Hofmann forderte von den Arbeitgebern Zukunftschancen für die Beschäftigten.

Insgesamt sei das Arbeitgeberangebot ein grobes Foul gegen Gerechtigkeit! "So wird es keinen Abschluss geben", erklärte der Zweite IG Metall-Vorsitzende. Zum Schluss rief Hofmann den Metallerinnen und Metallern in Köln zu: "Wir sind heute hier, um zu zeigen: Zurück auf Start, Arbeitgeber! Das ist kein Angebot! Wir haben drei Forderungen aufgestellt und für alle drei Forderungen wollen wir akzeptable Ergebnisse!"

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