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Internationale Wochen gegen den Rassismus 2015

Respekt, Toleranz, Integration

23.03.2015 Ι Für diese Werte macht sich die IG Metall stark - in der Gesellschaft und in den Betrieben. Sie engagiert sich dafür, dass Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Lebensstilen und Glaubensbekenntnissen frei, respektvoll, sicher und fair miteinander arbeiten und leben können.

Noch nie gab es so viel Solidarität und Gegenwehr, um dem Hass und der Diskriminierung von Minderheiten entgegen zu wirken. Gleichzeitig schüren Populisten Ängste und Terror gegen Minderheiten, verüben Hassgetriebene Anschläge auf Moscheen, Synagogen oder Flüchtlingsunterkünfte. Auch im Jahr 2015 ist menschenfeindliche Stimmungsmache keine Randerscheinung.

 

Jeden Tag aufs Neue

"Wir wollen eine weltoffene und tolerante Bundesrepublik, in der Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Lebensstilen und Glaubensbekenntnissen frei, respektvoll, sicher und fair miteinander arbeiten und leben können." Mit dieser Aussage hat sich die IG Metall in einer Resolution am 13. Januar 2015 nach dem Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo und den fremdenfeindlichen PEGIDA-Demonstrationen klar positioniert. Daher haben der Tag und die Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr eine besondere Bedeutung - auch für die IG Metall. Für die Metallerinnen und Metaller sind Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität nicht nur Schlagworte. Sie leben sie und setzen sich jeden Tag in der Gesellschaft und in den Unternehmen für den Respekt vor der Würde des Menschen und der freien Entfaltung des Einzelnen ein. Dazu gehören auch Mitbestimmung und Beteiligung sowie Chancengleichheit für alle Menschen beim Zugang zu materiellen und kulturellen Gütern.

Dann beispielsweise, wenn sich Betriebsräte für Flüchtlinge engagieren. So geschehen bei Siemens in München. Dort soll demnächst ein nicht genutztes Bürogebäude als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet werden. Konkrete Hilfe hat auch der Betriebsrat der Meyer Werft nach dem Tod von zwei rumänischen Werkvertragsbeschäftigten im Sommer 2013 bewirkt, als er mit der Werftleitung einen Haustarifvertrag aushandelte, der Missbrauch von Werkvertragsbeschäftigten unterbindet. Oder beim Thema Qualifizierung. Bei Borbet, einem Felgenhersteller in Solingen, haben die Arbeitnehmervertreter und die Geschäftsleitung initiiert, dass berufsbezogene Deutschkurse im Betrieb angeboten und finanziert werden.

Klar: Nicht jede Aktion ist spektakulär, nicht immer werden Ereignisse in den Medien aufgegriffen. Trotzdem sind viele kleine Schritte notwendig, damit Menschen mit Migrationshintergrund die gleichen Chancen haben, wie jene ohne oder ohne ausländische Wurzeln. Damit Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Chauvinismus in den Betrieben keine Chance haben, engagieren sich unsere Mitglieder, Betriebsräte und Vertrauensleute jeden Tag aufs Neue.


Alle beteiligen

Gute Bildung und Qualifizierung kann ein Türöffner sein. Das hat die IG Metall früh erkannt und ist deshalb bei diesem Thema aktiv. Denn Migranten nehmen immer noch seltener an betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen teil als ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen. Wer bei Qualifizierungen nicht berücksichtigt wird, hat in der Zukunft weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ganz oft geschieht die Ausgrenzung unbewusst. Viele der Angebote richten sich zwar an alle Beschäftigten, trotzdem werden An- und Ungelernte häufig übergangen. Der Einstieg in eine geförderte Bildungsteilzeit, wie ihn die IG Metall in der diesjährigen Tarifrunde durchsetzen konnte, ist ein wichtiger Schritt, von dem Migranten profitieren können. 

Für ein nicht-rassistisches und diskriminierungsfreies Betriebsklima sind alle verantwortlich - der Arbeitgeber, die betrieblichen Interessenvertretungen, die Auszubildenden, die Ausbildenden und die Belegschaft. Um auf die Probleme aufmerksam zu machen und die Sensibilität aller Beteiligten zu wecken sind die "Internationalen Wochen gegen Rassismus" eine gute Gelegenheit. Sie bieten die Möglichkeit, Solidarität mit den Betroffenen und Gegnern von Rassismus zu zeigen. Die Aktionen dazu finden jährlich um den 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus der Vereinten Nationen, statt.

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