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Vallourec & Mannesmann Mühlheim/Ruhr

Abbau von 300 Stellen geplant

20.07.2010 Ι Vallourec & Mannesmann in Mühlheim an der Ruhr plant, rund 300 Stellen abzubauen. Der weltweit führende Hersteller nahtloser Stahlrohre will so Kosten senken. Angeblich, um die Standorte zu sichern. Betriebsrat, Vertrauensleute und IG Metall halten die Begründung für nicht ausreichend und setzen sich für die Mitarbeiter am Standort Mühlheim ein.

Vallourec & Mannesmann will Stellen abbauen. Am 16. Juli 2010 haben deshalb die Beschäftigten des Mülheimer Standortes vor der Aufsichtsratssitzung in Düsseldorf gegen den Abbau der 300 Arbeitsplätze demonstriert.

Konzern plant strategische Neuausrichtung
Vallourec, der französische Konzern zu dem Vallourec + Mannesmann in Deutschland gehört, plant eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Ursache sollen in erster Linie Überkapazitäten auf dem Weltmarkt der nahtlosen Röhren sein, die durch neue Wettbewerber und neue Kapazitäten entstanden sein sollen. Betroffen von den Aktivitäten ist in Deutschland der Standort Mülheim. Hier sollen zukünftig nur noch Rohre mit einem Abmessungsbereich von 4,5 bis 7 Zoll gefertigt werden. Die kleineren Abmessungen sollen künftig ausschließlich in einem Werk in Frankreich produziert werden. Deshalb soll am Standort Mülheim eine Anlage (Boilerline) stillgelegt werden. Das bedeutet rund 300 Stellen weniger in Mühlheim. Das Unternehmen behauptet, mit dem Konzept, genannt "Streamline", die Zukunft aller Standorte zu sichern.



Keine betriebsbedingten Kündigungen
Die Beschäftigten des Werks Mülheim und ihre Betriebsräte und Vertrauensleute sehen das anders. Daher fand am 16. Juli 2010 vor der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung eine Demonstration der Beschäftigten statt (Foto). Gerd Oelschlegel, Betriebsratsvorsitzender am Standort Mülheim macht deutlich, dass die Beschäftigten aus Mülheim, das vorgelegte Konzept nicht für ausreichend zum Erhalt eines zukunftsfähigen Standortes halten. Es handele sich in erster Linie um ein Kostensenkungskonzept durch Abbau von Personal. Die zugesagten Investitionen von 30 Millionen Euro seien notwendig, um technische Anpassungen aus Gründen der geplanten Produktspezialisierung vorzunehmen. Zugesagt wurde außerdem der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Übernahme der Ausgebildeten. "Wir fordern ein Konzept, dass die  Zukunft unseres Standortes sichert!", war deshalb auch die Hauptbotschaft der Mitarbeiter aus Mülheim.

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