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Wir haben die Antworten!

Bericht aus Bezirk KüsteAusbildungsstart - Der neue Lebensabschnitt wird von vielen Fragen begleitet. Eine neue Kampagne der IG Metall Jugend Küste liefert die Antworten.


Saskia Böhnert ist besorgt. Die Vertrauensfrau von BLG Autotec in Bremerhaven und langjährige Jugend- und Auszubildendenvertreterin sieht den Erhalt der Bildungsqualität unter Corona-Bedingungen kritisch. „Alle drei Wochen einmal Unterricht und dann auch nur für drei Stunden, das ist wenig“, sagt Böhnert. Gut, dass die Ausbildung in ihrem Betrieb erhalten bleibt: Pro Ausbildungsjahr bildet das Unternehmen bis zu sechs Auszubildende aus, die Übernahme ist geregelt per Tarifvertrag.

Als es in den Lockdown ging, lief auch die Ausbildung bei VW in Emden nur unter erschwerten Bedingungen. Ausbilderinnen und Ausbilder waren zum Teil nicht im Betrieb, Arbeit fand in kleinen Teams statt oder im Homeoffice. „Auch wir als Jugend- und Auszubildendenvertretung konnten keine Sitzungen durchführen“, sagt Siemen Boomgaarden, JAV-Vorsitzender von VW in Emden. Zum Ausbildungsstart läuft aber alles wieder rund. Mit viel Elan geht er in die Begrüßungsrunden Anfang Oktober. „Es ist wichtig, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Das machen wir den neuen Auszubildenden klar“, sagt Siemen.


Sicherheit und Perspektive

Siemen und Saskia erhalten zum Ausbildungsstart Unterstützung durch eine Infokampagne der IG Metall Jugend Küste mit zentralen Antworten auf viele Fragen zum Thema Ausbildung. „Auszubildende und dual Studierende benötigen Einstiegschancen in das Arbeitsleben und eine qualitativ gute Ausbildung. Nur so kommen wir gemeinsam sicher durch die Krise“, sagt Julia Groher, Bezirksjugendsekretärin der IG Metall Küste. „Deshalb stehen wir mit klaren Antworten an der Seite der jungen Menschen. Wir sind für sie da, wir informieren und beraten sie zu allen Fragen rund um Ausbildung und duales Studium“, sagt Groher.

Wichtig ist die Kampagne auch, weil Ausbildung, Vergütung und die Übernahme nach der Ausbildung in manchen Betrieben unter Druck stehen. „Einige Arbeitgeber nutzen die Krise aus, wollen Stellen reduzieren und greifen so die Zukunft der jungen Beschäftigten an“, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste.

In die Begrüßungsrunden gehen die Jugend- und Auszubildendenvertretungen zusammen mit der IG Metall deshalb auch mit einer klaren Botschaft: Nur zusammen und solidarisch geht es sicher durch die Corona-Krise.

#Jugendantwortet
So lautet der Name der Kampagne. Sie ist über die Webseite des Bezirks igmetall-kueste.de/antworten erreichbar. Auch über die Social Media-Kanäle der IG Metall Jugend Küste gibt es laufend Informationen. Wenn Fragen übrig bleiben, gibt das Jugendtelefon unter 0152 52900265 Antworten.

facebook.com/igmetalljugendkueste

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