Systemrelevant

Löhne einfrieren, Personal abbauen, Standorte verlagern oder schließen: Dagegen wird die IG Metall mit ihrer gesamten Organisationskraft, die aus der Solidarität ihrer Millionen von Mitgliedern erwächst, Widerstand leisten.


Ab Dezember führt die IG Metall Tarifverhandlungen in der ­Metall- und Elektroindustrie, in der Textil- und Bekleidungsindustrie, bei VW und in der Stahlindustrie. Und was fällt vielen Arbeitgebern dazu ein? Leider nichts Neues: Löhne einfrieren, Personal abbauen, Standorte verlagern oder schließen.

Dagegen wird die IG Metall mit ihrer gesamten Organisationskraft, die aus der Solidarität ihrer Millionen von Mitgliedern erwächst, Widerstand leisten. Denn für uns steht der Erhalt unserer Industrie im Mittelpunkt. Sie ist der Motor für Innovation und Beschäftigung und die daraus resultierenden guten Entgelte sind die Basis unseres Wohlstandes.

Wie die Industrie aus der Krise kommt, ist systemrelevant für unser ganzes Land. Findet sie den Weg aus der Krise, indem sie den sozial-ökologischen Umbau voranbringt und ihrer wichtigsten Stütze, den Millionen gut qualifizierten Beschäftigten, Perspektiven gibt? Oder stehen die Zeichen auf Abbruch und Flucht in Niedriglohnländer, um mit den alten Geschäftsmodellen so lange wie möglich Profit zu machen?

Wir stehen als IG Metall bei dieser Frage nicht an der Seitenlinie. Das zeigten die vielfältigen Aktionstage der Bezirke in den vergangenen Wochen. Das zeigen unsere Aktivitäten zur Beschäftigtenbefragung. Und dafür bereiten wir uns systematisch auf die Tarifrunden vor.

Die Mitglieder der IG Metall in den Betrieben diskutieren derzeit, was sie von den Arbeitgebern fordern werden. Eine Forderung muss drei Aspekten Rechnung tragen: Zukunftssicherung, Beschäftigungssicherung und Stabilität bei den Einkommen. Will die Industrie in Deutschland eine Zukunft haben, darf die Zahl der Ausbildungsplätze während der Krise nicht sinken.  Für diese Ziele kämpfen wir gemeinsam.


Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall

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