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Wie weiter mit der Rente?

Im Schatten der Coronakrise hat die Rentenkommission der Bundesregierung ihre Vorschläge präsentiert. Hinweise zur Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung fehlen. Was die IG Metall jetzt fordert.


Einen neuen Generationenvertrag begründen: An diesem Auftrag hat die Rentenkommission der Bundesregierung fast zwei Jahre gearbeitet. Ende März hat sie ihren Abschlussbericht vorgelegt, mit Ratschlägen für die Rentenpolitik. Wegen der Coronakrise hat das kaum jemand wahrgenommen.

Positiv: Die Kommission beteiligt sich nicht an der Debatte über einen Anstieg des Renteneintrittsalters. Das Rentenalter liegt ab Jahrgang 1964 bereits bei 67 Jahren und ist für viele Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen nicht erreichbar.

Gut ist auch die Überlegung, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Insgesamt aber hat die Kommission für Beschäftigte und Ruheständler wenig zu bieten. Kaum Vorschläge für eine solidarische Finanzierung der Rente. Keine Antwort auf die Frage, wie künftige Rentnerinnen und Rentner den Lebensstandard im Alter halten können.

Für Rentenniveau und Rentenbeitrag schlägt die Kommission Korridore vor. Demnach soll das Rentenniveau – eine Maßzahl für das Verhältnis von Renten zu Löhnen – künftig zwischen 44 und 48 Prozent liegen. Der Rentenbeitrag soll zwischen 20 und 24 Prozent betragen. Ein Rentenniveau, das auf 44 Prozent sinken kann, ist für die IG Metall inakzeptabel. Unser Ziel ist ein Niveau von 53 Prozent.

Die Rentenkommission schlägt außerdem eine neue Berechnungsmethode für das Rentenniveau vor. Dadurch läge das Rentenniveau 4,5 Prozent höher als nach heutiger Berechnung, ohne dass sich an der tatsächlichen Rentenhöhe etwas ändern würde. Für die IG Metall läuft das auf einen Etikettenschwindel hinaus.

Die Gewerkschaften haben ihre Kritik an den Kommissionsvorschlägen bereits dokumentiert. Der DGB war in der Rentenkommission vertreten und hat Sondervoten zu einzelnen Punkten abgegeben. Insbesondere hat er klargemacht, dass das Rentenniveau wieder steigen muss. Die IG Metall hat ein eigenes, detailliertes Rentenkonzept vorgelegt, das Altersarmut verhindert und den Lebensstandard sichert.

igmetall.de/rente

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