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Gute und sichere Arbeit in der Digitalisierung

Rund 300 Führungskräfte, Betriebsräte und gewerkschaftliche Vertrauensleute diskutierten auf der Hannover-Messe über die Auswirkung der Digitalisierung auf die Menschen. Um auch Arbeitgeber und die Politik mit ins Boot zu holen, fordert die IG Metall ein gesellschaftliches Großprojekt.


Die industrielle Arbeitswelt steht vor großen Umbrüchen. Klar ist, dass die IG Metall sich einmischen, den Prozess der Transformation gestalten will. „Unser Anspruch ist von jeher gute Arbeit: Eine anständige Bezahlung, Arbeitszeiten, die zum Leben passen, und eine Mitbestimmungskultur in den Betrieben, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt“, sagte
Bezirksleiter Thorsten Gröger gleich zu Beginn des Kongresses.

„Der digitale Wandel kann nur gelingen, wenn wir ihn zu einem gesellschaftlichen Großprojekt machen“, forderte Christiane Benner, die Zweite Vorsitzende der IG Metall. „Sichere Zukunftsperspektiven für alle erreichen wir nur mit einer gemeinsamen Initiative von Arbeitgebern, Gewerkschaften und der Politik.“

Während der Wirtschaftsphilosoph Richard David Precht die möglichen Auswirkungen der digitalen Revolution skizzierte und eine radikale Bildungsoffensive forderte, informierte Bernd Osterloh, Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender von VW, über die Praxis am Beispiel des VW-Konzerns. „Unser Anspruch ist es, weiterhin Arbeitsplätze zu sichern, auch über Weiterbildung.“ Die Beschäftigungssicherung reiche in einigen Standorten bis Ende 2025, in anderen bis Ende 2028: „Ende 2028 muss für alle VW-Standorte in Deutschland gelten.“

Einig waren sich fast alle Referentinnen und Referenten, dass die Beschäftigten fit gemacht werden müssen für den Wandel. Dabei müsse die Politik die Transformation flankieren. Schon 2017 habe die IG Metall vor der Landtagswahl in Niedersachsen eine industriepolitische Initiative im Land gefordert. Im Mai 2019 soll jetzt der „Strategiedialog Automobilwirtschaft“ die Arbeit aufnehmen, in der auch Gewerkschaften und Betriebsräte vertreten sind.

In den Betrieben erstellt die IG Metall bereits bundesweit über einen „Transformationsatlas“ in rund 3000 Betrieben eine Ist-Analyse. Im Bezirk stehen bis zu 200 Betriebe auf dem Prüfstand, um Handlungsansätze für betroffene Beschäftigte zu erstellen. Thorsten Gröger: „Unser Ziel ist, alle mitzunehmen. Niemand darf auf der Strecke bleiben.“

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