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Warum die Grundrente wichtig und richtig ist

Friseurin oder Staplerfahrer in Teilzeit: Vielen Menschen droht im Alter der Gang zum Sozialamt. Sie haben oft jahrzehntelang hart gearbeitet, aber nur wenig verdient. Ergebnis: eine Minirente, von der man nicht leben kann. Helfen muss dann die staatliche Grundsicherung.


Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will dieses Problem mit einer Grundrente eindämmen. Die Rente von Geringverdienern, die 35 Beitragsjahre bei der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen, soll um bis zu 447 Euro im Monat steigen. Kindererziehung und Pflegezeiten werden angerechnet. Eine Bedürftigkeitsprüfung sieht Heils Konzept nicht vor.

„Diese Vorschläge sind ein richtiger Schritt gegen wachsende Altersarmut“, sagt der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann. „Hiermit wird dem gesellschaftlichen Skandal entgegengetreten, dass jahrzehntelange Leistung nicht zu Renten über der Grundsicherung führt.“ Hofmann kritisiert die Ursache niedriger Renten: „Es gibt weiterhin einen ausufernden Niedriglohnsektor mit prekären Beschäftigungsverhältnissen für Millionen von Menschen.“ Die IG Metall fordert seit Langem, dass für Beschäftigte mit niedrigen Entgelten und Unterbrechungen im Erwerbsleben die Renten angehoben werden. „Mit der Grundrente und einem Freibetrag für die gesetzliche Rente in der Grundsicherung nimmt Hubertus Heil unsere langjährige Forderung auf“, sagt Hans-Jürgen Urban, der im IG Metall-Vorstand für Sozialpolitik zuständig ist. Nach Heil würden von einer Grundrente überwiegend Frauen profitieren.

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