Bericht aus Bezirk Mitte Die wichtigste Lehre aus der Corona-Krise: Eine gut funktionierende soziale und medizinische Infrastruktur ist unverzichtbar. Sie muss jetzt bevorzugt finanziert werden.
In knapp 700 Betrieben mit Betriebsrat wird in Hessen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen kurz gearbeitet, fast 300 000 Menschen sind davon betroffen. Ihre Familien müssen mit zum Teil deutlich gesunkenen Einkommen auskommen.
Die Betreuung ihrer Kinder in Schule oder Kita war über Wochen hinweg ausgeschlossen, nun ist sie noch immer stark eingeschränkt. Das Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat sich dramatisch verändert. „Die Beschäftigten sorgen sich um ihre Zukunft, und auch um die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Die Regierungen auf Bundes- und Länderebene haben in den vergangenen Wochen viel für die Sicherung von Unternehmen und von Beschäftigung getan. Mitbestimmung, Gewerkschaften und Betriebsräte erweisen sich in dieser Megakrise einmal mehr als Stabilitätsanker. Gleichermaßen wichtig ist es aber, denen zu helfen, die von den Folgen der Pandemie stärker betroffen sind als andere“ , sagt Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte. „Die Pandemie trifft jeden Menschen, aber sie trifft die Menschen in unterschiedlicher Härte.
Soziale Lagen, berufsbedingte Benachteiligungen, unterschiedliche Wohnsituationen, unterschiedliche Bildungsmöglichkeiten in Zeiten der Schulschließungen – das alles zeigt schonungslos, dass viele Menschen noch einmal deutlich stärker unter der Pandemie leiden. “
Die IG Metall im Bezirk Mitte sieht die Regierungen jetzt noch einmal stärker gefordert, nicht nur Schutzschirme für die Wirtschaft zu spannen, sondern auch Maßnahmen zu ergreifen, die den Sozialstaat stärken.
„Es zeigt sich jetzt in aller Deutlichkeit, dass Millionen Menschen in Deutschland von einem handlungsfähigen Staat abhängig sind, dass zum Beispiel das Gesundheits- und das Bildungswesen einer soliden Finanzierung bedürfen, um auch unter Krisenbedingungen jederzeit funktionsfähig zu sein und soziale Benachteiligung aufzufangen.“ Dies muss aber von uns durchgesetzt werden, es zeigen sich leider sofort althergebrachte Rituale, wenn Arbeitgebervertreter und neoliberale Politiker jede Unterstützung für die Wirtschaft fordern, aber auf unsere Forderungen zugunsten der sozial Schwächeren sofort mit „Nein – das ist nicht finanzierbar“ antworten.
Jörg Köhlinger dazu: „Wir sehen in diesen Wochen, wie unentbehrlich eine gut funktionierende soziale und medizinische Infrastruktur ist. Die muss nun zu einem bevorzugt finanzierten öffentlichen Gut werden. Nicht nur in Deutschland, sondern überall in Europa und auf der Welt. Dafür werden wir uns in Zukunft noch stärker einsetzen, das haben wir aus der Krise gelernt.“
Die Corona-Krise zeigt: Ein strikt marktwirtschaftlich aufgebautes Gesundheitssystem ist in einer Pandemie sofort überlastet. Eine zweite oder dritte Welle der Ausbreitung des Virus wird für sehr wahrscheinlich gehalten – das Gesundheitssystem muss darauf vorbereitet werden. Alles andere ist lebensbedrohend.
Foto: Geber86/iStock Mitbestimmung, Gewerkschaften und Betriebsräte erweisen sich in dieser Megakrise einmal mehr als Stabilitätsanker.
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