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Ostdeutsche Metaller machen Druck für die 35-Stunden-Woche

Die IG Metall will schrittweise die Verkürzung der Arbeitszeit von 38 auf 35 Stunden.


30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es höchste Zeit, endlich die Arbeitsbedingungen im Osten an den Westen anzugleichen. Derzeit gilt in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie noch die 38-Stunde-Woche, drei Stunden mehr als im Westen. Die Beschäftigten in der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie machen mit Aktionen in den Betrieben Druck für die Einführung der 35-Stunden-Woche. Im BMW-Werk Leipzig etwa ist jeden Mittwoch „Roter Mittwoch“. Alle Beschäftigten in der Produktion und in der Verwaltung tragen rote T-Shirts der IG Metall, mit dem Schriftzug „35 reicht! Keine Zeit für neue Mauern.“

 

"Roter Mittwoch" bei BMW in Leipzig. Beschäftigte demonstrieren für die 35-Stunden-Woche.

"Roter Mittwoch" bei BMW in Leipzig. Beschäftigte demonstrieren für die 35-Stunden-Woche.

 

Gespräche mit Arbeitgebern

Seit einigen Wochen laufen Gespräche mit den Metallarbeitgebern im Osten über die Angleichung der Arbeitszeiten an den Westen. Die Arbeitgeber haben zugesagt, dass sie mit der IG Metall eine Lösung noch im ersten Halbjahr 2019 finden wollen. Der Vorschlag der IG Metall sieht die schrittweise Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden vor, mit Spielräumen für einzelne Betriebe. Aktionswoche Die Beschäftigten wollen endlich Gerechtigkeit. Bei einer Aktionswoche Mitte Mai haben Tausende im ganzen Osten für die Einführung der 35 Stunden demonstriert ― vom Norden, etwa bei den MV Werften in Stralsund und bei der Neptun Werft in Rostock, bis in den Süden, etwa bei Kaeser Kompressoren im thüringischen Gotha und im VW-Werk Zwickau. „Wir werden nicht nachlassen“, macht Jens Köhler, Betriebsratsvorsitzender bei BMW in Leipzig, klar. „Die Arbeitszeitmauer muss endlich fallen.“

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