Bericht aus Bezirk Bayern Staatsregierung, Arbeitgeber und Beschäftigtenvertreter haben ein Papier für die Autoindustrie unterschrieben. Was die beteiligten Metaller dazu sagen.
Die Vereinbarung darf kein Papier für die Politik bleiben. Für Bosch Bamberg haben wir als Betriebsrat jetzt eine Zukunftsvereinbarung bis 2026 für unseren Standort und Investitionen in die Brennstoffzelle durchgesetzt. Dieser Beschäftigungsschub braucht aber, dass der Staat auch die Infrastruktur für alternative Antriebe fördert, sich technologieoffen verhält. Und die Beschäftigten brauchen handfeste Hilfen im Wandel. Neue Produkte und die Digitalisierung verlangen Qualifizierungsmöglichkeiten für alle Beschäftigten: von Ungelernten bis zu hoch Qualifizierten.
Mario Gutmann, Betriebsratsvorsitzender Bosch Bamberg
Es ist richtig und wichtig, dass bei diesem Wandel alle an einem Tisch sitzen: Politik, Arbeitgeber und wir. Aber ein gemeinsames Papier kann nur der Anfang sein, nicht der Abschluss. Mit den Unterschriften beginnt erst die Arbeit für eine gute Zukunft der Beschäftigten.
Markus Wansch, stellvertretender Vorsitzender Gesamtbetriebsrat MAN Truck & Bus
Die Erklärung bestärkt uns im Einsatz für die Kollegen im technologischen Wandel. Wir wollen Sicherheit in unsicheren Zeiten durch Schutz vor betriebsbedingter Kündigung, marktfähige Produkte, um den Beschäftigten eine Perspektive zu geben. Wir glauben, dass auf dieser Grundlage Betroffene bereit sind, die Veränderungen am Arbeitsplatz aktiv mitzugestalten und auch bereit sind, Engagement in die Qualifizierung einzubringen. Allein betrieblich sind unsere Ziele nicht zu erreichen. Wir brauchen einen regionalen Dialog von Unternehmen, Politik, Betriebsräten, IG Metall, Hochschule und anderen Akteuren.
Norbert Lenhard, Vorsitzender Gesamt- und Konzernbetriebsrat Schaeffler Technologies
E-Mobilität, Digitalisierung, Wirtschaftskrise, Handelskonflikte, Industrie 4.0 ergeben zusammen eine explosive Mischung für die Automobil- und Zulieferindustrie. Für uns Betriebsräte bei Continental bedeutet das: Über alle Entwicklungen und Auswirkungen informiert bleiben, Qualifizierung und Beschäftigungs- sicherung in den Vordergrund unserer Arbeit stellen und frühzeitig mit dem Arbeitgeber in die Diskussion für geeignete Maßnahmen gehen. Die Vereinbarung des Zukunftsforums hilft uns dabei und lenkt den Blick der Politik auf diese wichtigen Themen für den Standort Bayern und Deutschland.
Konjunktur, strukturelle Brüche und kapitalistische Optimierung fordern aktuell die Zulieferindustrie heraus. Die strukturellen Brüche sind Teil der dringend anstehenden Bewältigung des Klimawandels. Die Unternehmen müssen deshalb mit Beschäftigungsgarantien, Qualifizierung und fortschrittlichen Arbeitszeit- und Entlohnungs- sowie Gesundheitsmanagementsystemen für Sicherheit im notwendigen Wandel sorgen. Die Vereinbarung stärkt dabei die Kooperation von Region, Betrieb und Wissenschaft.
Oliver Moll, Betriebsratsvorsitzender ZF Friedrichshafen, Schweinfurt
Das Zukunftsforum Automobil muss mit Leben erfüllt werden. Das heißt: Die Entwicklung und Förderung neuer Technologien muss einhergehen mit einer mit- und selbstbestimmten Transformation der bayerischen Automobilindustrie. Der ökologische Umbau der Mobilität scheitert ohne soziale und gesellschaftspolitische Nachhaltigkeit. Für uns ist klar: Betriebliche Zukunftsvereinbarungen zur Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze müssen ebenso unterstützt werden wie die gezielte Weiterbildung und Qualifizierung der Belegschaften.
Peter Mosch, Vorsitzender Gesamtbetriebsrat Audi
Das „Bayerische Sonderprogramm für die Fahrzeugindustrie“ verspricht, dass die Unternehmen technologieoffen direkte und indirekte Unterstützung wie Forschungs- und Infrastrukturförderung im Umbruch erhalten. Die Zahl der Arbeitsplätze soll gesichert und die Beschäftigten sollen qualifiziert werden. „Niemand soll bei der Transformation verlieren“, heißt es im Vereinbarungstext.
In der Hand der Politik Ministerpräsident Markus Söder mit der Vereinbarung des „Zukunfsforums Automobil“
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