Rückenwind

Die Beschäftigtenbefragung gibt uns Rückenwind für die anstehenden Tarifrunden, bei der Bewältigung betrieblicher Konflikte und für unsere Forderungen an die Politik. Lasst uns mit Mut und gemeinsam als große Solidargemeinschaft in die Tarifbewegung und das neue Jahr gehen.


Mehr als 250 000 Beschäftigte in über 6700 Betrieben haben an unserer Onlinebefragung teilgenommen. Danach fehlt in jedem zweiten Betrieb eine Strategie, die geeignet ist, die gewaltigen Herausforderungen durch Transformation, Digitalisierung und Dekarbonisierung anzugehen. Und das, obwohl seit Jahren genau darüber eine öffentliche Debatte stattfindet.

Die IG Metall hat eine Strategie: Beschäftigung sichern, Zukunft gestalten durch nachhaltige Qualifizierung und aktive Standortentwicklung sowie Entgelt stabilisieren. Es dürfen nicht die Beschäftigten sein, die die Krisenlasten allein tragen müssen. Damit sind wir nah dran an den Erwartungen der Beschäftigten. Denn von der anstehenden Tarifbewegung, etwa bei Metall- und Elektro, Stahl, Textil- und Bekleidung sowie Volkswagen, erwarten die Teilnehmenden der Befragung Vereinbarungen, die Perspektiven und Sicherheit geben. Unternehmensbezogene Zukunftstarifverträge mit Zusagen für Beschäftigung, Standorte, Qualifizierung und Investitionen sind für rund 90 Prozent der Befragten sehr wichtig oder wichtig. Die 4-Tage-Woche sehen zwei von drei Befragten als Mittel, um Beschäftigung zu sichern. Für zwei von drei Befragten sind Entgeltsteigerungen wichtig oder sehr wichtig.

Diese Zahlen zeigen, dass die Tarifforderungen der IG Metall für die Verhandlungen nah an den Erwartungen der Beschäftigten sind. Das Votum gibt uns Rückenwind für die anstehenden Tarifrunden, bei der Bewältigung betrieblicher Konflikte und für unsere Forderungen an die Politik. Lasst uns mit Mut und gemeinsam als große Solidargemeinschaft in die Tarifbewegung und das neue Jahr gehen.


Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall

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