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„Hölzer“ im Warnstreik

Tarifverhandlungen Holz und Kunststoff: 11 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.


In der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie machen die Beschäftigten bundesweit mit Warnstreiks Druck. Allein in der Aktionswoche vom 11. bis 15. November legten rund 11 000 Beschäftigte zeitweise die Arbeit nieder. Große Kundgebungen gab es besonders in der Caravanindustrie in Baden-Württemberg und in der Küchenindustrie in Nordrhein-Westfalen. Auch in Bayern und Niedersachsen beteiligten sich Tausende Beschäftigte.

Die IG Metall fordert 5,5 Prozent mehr Geld und ein Extraplus für Auszubildende. Viele Betriebe sind voll mit Aufträgen ausgelastet und finden weder genug Fachkräfte noch Nachwuchs. Kein Wunder: Die Entgelte in der Holz- und Kunststoffindustrie liegen im Schnitt um rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt anderer Industriebranchen. Mit Tarif ist der Abstand geringer.

Trotzdem knausern die Arbeitgeber: Bis zum Redaktionsschluss dieser metallzeitung haben sie gerade mal 1,5 Prozent mehr ab 2020 angeboten – und weitere 1,3 Prozent ab 2021. Das würde Lohnerhöhungen unterhalb der erwarteten Inflation bedeuten, also reale Lohnkürzungen. Nach Redaktionsschluss standen noch weitere Verhandlungsrunden an.

Aktuelle Nachrichten und Hintergründe zu den Tarifverhandlungen für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie – sowie Berichte und Fotos von den bundesweiten Warnstreiks: holz-tarifrunde.de

 

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