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Schmolz + Bickenbach: Kündigung gegen Jan-Josef Philipp zurückgenommen. Logo: Schmolz + Bickenbach

Schmolz + Bickenbach: Kündigung gegen Jan-Josef Philipp zurückgenommen

Kündigung gegen Jan-Josef Philip zurückgenommen

09.08.2010 Ι Der Stahlhersteller Schmolz + Bickenbach hat die Kündigung gegen Jan-Josef Philip zurückgenommen. Der 58-Jährige Metaller kann ab Mitte August wieder zur Arbeit gehen. Das Unternehmen hatte Philip unterstellt, eine Tüte Milch geklaut zu haben. Er hatte sich daraufhin an seinen Betriebsrat gewandt.

Im "Milchtüten-Fall" hat  die Firma Schmolz + Bickenbach in Düsseldorf eingelenkt und die Kündigung gegen Jan-Josef Philip zurückgenommen. Das Unternehmen hatte dem 58-jährigen Schichtarbeiter nach über 30 Jahren Betriebszugehörigkeit fristlos gekündigt, weil er angeblich eine Tüte mit einem halben Liter Milch gestohlen haben sollte (Wert ungefähr 60 Cent). Beweisen konnte die Stahlfirma den angeblichen Diebstahl nicht. Die IG Metall hatte den Arbeiter im Kündigungsschutzprozess mit Rechtsschutz unterstützt. "Dass der "Milchtüten-Fall" ein glückliches Ende nahm, ist auch der IG Metall-Redaktion zu verdanken", sagt Nihat Öztürk, Erster Bevollmächtiger der IG Metall in Düsseldorf. Sie hatte im Internet über den Fall berichtet und dadurch eine Reihe weiterer Presseberichte ausgelöst.

Korrektur einer falschen Entscheidung
"Es sei nicht angemessen und rein rechtlich gesehen, nicht klug gewesen, für eine nicht bewiesene Unterstellung die Kündigung auszusprechen", erklärte Nihat weiter. Statt der Kündigung hat das Unternehmen den Schichtarbeiter jetzt "nur" abgemahnt. Wenn er auch dagegen vorgehen möchte, wird die IG Metall ihn wieder unterstützen.

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