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Corona-Krise: Dräger produziert Beatmungsgeräte auf Hochtouren
Metallerinnen und Metaller retten mit ihrer Arbeit Menschenleben

Drägerwerk stellt Beatmungsgeräte her, die jetzt in der Corona-Krise gefragter sind denn je. Die Geräte retten Schwerkranken das Leben.


Das Drägerwerk in Lübeck hat derzeit sehr viel zu tun. Die Bundesregierung hat 10 000 Beatmungsgeräte bei dem Spezialisten für Medizintechnik bestellt. Die Beatmungsgeräte werden zur Behandlung von Corona-Patienten auf den Intensivstationen dringend gebraucht. „Für die Beschäftigten bei Dräger ist die aktuelle Situation eine große Herausforderung,“ sagt der Betriebsratsvorsitzende Siegfrid Kasang, 62. „Unseren Kolleginnen und Kollegen ist es jetzt besonders wichtig, diejenigen in den Krankenhäusern zu unterstützen, die anderen helfen und deren Leben retten.“

Betriebsrat und IG Metall haben in der Vergangenheit wichtige Beiträge zur Sicherung des Standortes in Lübeck geleistet. Dadurch kann Dräger in der aktuellen Corona-Krise die Beatmungsgeräte in Deutschland produzieren. Mit dem Ergänzungstarifvertrag 2004 wurde der Standort der Medizintechnik in Lübeck gehalten. Mit den Zukunftstarifverträgen 2010 und 2015 wurden gute Arbeitsbedingungen durch Tarifbindung, Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Flexibilität und Vereinbarkeit von Arbeit und Leben vereinbart.


Optimierte Produktion

In diesem Zusammenhang investierte Dräger vor wenigen Jahren über 70 Millionen Euro für eine Zukunftsfabrik. Diese erlaubt einen optimierten Materialfluss und eine Flexibilisierung der Ausbringungsmenge. Mit all diesen Maßnahmen wurde der Grundstein dafür gelegt, dass Dräger heute in der Lage ist, die lebensrettenden Beatmungsgeräte in erhöhten Stückzahlen zu produzieren.

„Mit unseren Tarifverträgen ging es uns darum, den Standort dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten weiter zu entwickeln“, sagt der Bevollmächtigte Henning Grosskreutz von der IG Metall Lübeck-Wismar. 2015 wurde ein neues Arbeitsmodell für die direkte Produktion aus der Taufe gehoben. „Damit haben wir die Produktion am Standort Lübeck gestärkt“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Siegfrid Kasang.


Gesundheit der Belegschaft schützen

„Niemand konnte eine solche Krise voraussehen. Wir nehmen bei Dräger die Herausforderung an, unseren gesellschaftlichen Versorgungsauftrag zu erfüllen. Das Management und der Betriebsrat sorgen gemeinsam dafür, dass die Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen dabei bestmöglich geschützt wird.“

Die Beschäftigten von Drägerwerk, unter ihnen die IG Metall-Mitglieder, sind sich der Bedeutung der aktuellen Aufgaben sehr bewusst. Gleichzeitig haben sie persönlich berechtigterweise auch Sorge um die eigene Gesundheit. Der Betriebsrat hat mit dem Unternehmen eine Reihe besonderer Vorkehrungen vereinbart, um Virusinfektionen vorzubeugen. So gibt es zum Beispiel in enger Abstimmung mit dem Betriebsärztlichen Dienst besondere Hygienemaßnahmen. Die Arbeitszeit und Schichtmodelle wurden so angepasst, dass sich die einzelnen Arbeitsgruppen möglichst nicht begegnen. Außerhalb von Produktion und Logistik wird überall dort, wo es möglich ist, mobil gearbeitet.

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