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Interessen der Arbeitnehmer auf Computermesse im Fokus

Leistungen der IG Metall überzeugen auf CeBIT

12.03.2014 Ι Längst ist die IG Metall die Gewerkschaft der ITK-Branche. In Hannover sorgt sie auf der laufenden Computermesse CeBIT für Akzente - und rückt die Interessen der Arbeitnehmer in den Vordergrund.

Einer der drei Studenten stößt seinen Freund mit dem Ellbogen an. Kurz nickt er in Richtung des großen, roten Logos mit den Buchstaben "IGM" und flaniert dann hinüber. "Wollt ihr euch mal anschauen, was ihr in der ITK-Branche verdienen könnt?", begrüßt Rainer Feldt von der IG Metall den Trupp. Mit dieser Frage kann er sich der Aufmerksamkeit von Besuchern stets gewiss sein. Denn hier im Bereich "Job and Career" der CeBIT bewerben vornehmlich Arbeitgeber und Leiharbeitsfirmen offene Stellen. Dabei stehen die Interessen der potenziellen Kandidaten nicht immer im Vordergrund. Um so interessierter sind auch Tobias, Alex und Matthias an Informationen für Arbeitnehmer: Was kann ich später bei der Gehaltsverhandlung verlangen? Was muss ich beim Arbeitsvertrag beachten, was etwa bei Praktikum oder mobilen Arbeiten?

 

Noch vor einigen Jahren waren viele CeBIT-Besucher verwundert, entdeckten sie die IG Metall unter den Ausstellern. Das ist heute nur noch selten der Fall. Inzwischen ist die Gewerkschaft auf der Welt-Leitmesse der Informationstechnologie ein gefragter Ansprechpartner. Sowohl was ihr Leistungen für Mitglieder betrifft, als ihre Weitsicht in Fragen der Entwicklung von Arbeitsbedingungen. Über die Leistungen können sich Besucher noch bis Freitag in Halle 9 am Stand J28 informieren. Ihr Wissen rund um Arbeitszeiten, Entgelte, Digitalisierung oder etwa Datenschutz bringen die Experten der IG Metall auf der CeBIT über zahlreiche Podiumsdiskussionen und Vorträge in die aktuelle Debatte ein.

 

Notwendig ist eine starke Interessenvertretung

Eine durchaus ambivalente Debatte. Auf der einen Seite ist die ITK-Branche in Deutschland nach wie vor überaus erfolgreich. Die Anzahl der Beschäftigten hat im vergangenen Jahr erstmals die 900 000 überstiegen. Doch gleichzeitig verändern technologisch Umbrüche wie Digitalisierung, Big Data und Cloud Computing die Branche und die Beschäftigungsbedingungen tiefgreifend. Getrieben durch die technologische Entwicklungen verändern sich die Märkte. Die Unternehmen reagieren darauf zum Teil mit gewaltigen Umstrukturierungsmaßnahmen, ein schließlich

 

Beschäftigtenabbau und Verlagerung von Arbeitsplätzen durch Near- und Offshoring. Das Wachstum auf der einen Seite, der Strukturwandel einschließlich der Folgen für Beschäftigung und Arbeitsbedingungen auf der anderen Seite: Das hat vielen ins Bewusstsein gerufen, wie wichtig eine starke Interessenvertretung ist, um die Zukunft im Sinne der Beschäftigten zu gestalten.

 

 

Dieses Bewusstsein spiegelt sich sowohl im Andrang am Stand der Gewerkschaft wieder, als auch in den im vergangenen Jahr rund 3800 neu gewonnen Mitgliedern aus der Informations- und Telekommunikations-Branche. Unter anderem mit dem beim IT-Dienstleister Atos erzielten Tarifvertrag hatte die IG Metall für Aufsehen gesorgt. Aber auch in der Branche insgesamt hat sich gezeigt, dass Tarifverträge am effektivsten eine faire Beteiligung am Erfolg sichern: In nicht tarifgebundenen Unternehmen der Branche stiegen die Festeinkommen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 2,4 Prozent. In tarifgebundenen um 4 Prozent.

 

Auch die drei Studenten zeigen sich an den Leistungen der IG Metall interessiert. Einer scannt mit seinem Smartphone gerade einen QR-Code zu weiteren Informationen während die anderen in der Analyse "Entgelt in der ITK-Branche 2014" nachschlagen, was sie vom künftigen Arbeitgeber an Gehalt erwarten können. Die große Studie erscheint jährlich zur CeBIT und ist ein Extraservice für Mitglieder. Sie bietet unter anderem einen fundierten Überblick über aktuelle Jahreseinkommen - aber auch detaillierte Informationen zum Thema Aus- und Weiterbildung sowie Wissenswertes über Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten. "Einige Unternehmen zahlen uns zum Einstieg 45 000 Euro", stellt einer der Drei beim Blick in die Broschüre fest. "Gut zu wissen!"

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