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Holz und Kunststoff: Zweite Verhandlungsrunde gestartet - erste Runden enden ergebnislos. Foto: bw.igm.de

Holz und Kunststoff: Zweite Verhandlungsrunde gestartet - erste Runden enden ergebnislos

Über 700 Warnstreikende läuten zweite Runde ein

07.05.2014 Ι Auch die zweite Verhandlung für die Holz- und Kunststoffbranche in Baden-Württemberg endete in Wangen im Allgäu ergebnislos. Mehr als 700 Warnstreikende hatten zuvor Druck auf die Arbeitgeber gemacht, ihre Blockade aufzugeben und mit der IG Metall ein Ergebnis auszuhandeln.
In sechs Tarifgebieten hatte die IG Metall erstmals im April für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie verhandelt. Die ersten Runden in Westfalen-Lippe, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und in Niedersachsen endeten ergebnislos. Die IG Metall fordert 4,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate und 60 Euro mehr für die Auszubildenden. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung zurück und meinten, sie könnten höchstens über einen Inflationsausgleich reden. Ein Angebot legten sie nicht vor.

Arbeitgeber blockieren

Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation wertete Sabine Zach, die für die IG Metall in Baden-Württemberg verhandelt, die Blockade der Arbeitgeber als "enttäuschend". Und auch die Beschäftigten waren darüber verärgert, dass die Arbeitgeber sich weigerten, innerhalb der Friedenspflicht zu einem Ergebnis beizutragen - geschweige denn, ein Angebot vorzulegen.

Vor dem Start der zweiten Runde: 700 Warnstreikende zeigen in Wangen im Allgäu den Arbeitgebern die rote Fahne. Foto: friedrichshafen.igm.de
Vor der zweiten Runde in Wangen/Allgäu: Über 700 Warnstreikende zeigen den Arbeitgebern die rote Fahne.
Foto: Robert Bäuerlein

Mehr als 700 Beschäftigte waren gestern dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt, um ihrer Wut über die starre Arbeitgeberhaltung Luft zu machen. Vor dem Verhandlungslokal in Wangen im Allgäu demonstrierten unter anderem Mitarbeiter der Firmen Hymer Bad Waldsee, Martin Staud Bad Saulgau, Carthago aus Aulendorf und Waldner Labor in Wangen sowie aus weiteren Betrieben.

In Wangen appellierte Sabine Zach erneut an die Arbeitgeber, endlich ihre Blockade aufzugeben und mit der IG Metall ein Ergebnis anzustreben. Bis nach Mitternacht diskutierten IG Metall und Arbeitgeber verschiedene Gedankenmodelle. Doch leider war die Arbeitgeberseite nicht bereit, ein darüber hinausgehendes Angebot zu unterbreiten. Morgen, am 8. Mai geht es weiter in der zweiten Runde in Niedersachsen und am 13. Mai in Westfalen-Lippe.

Heute verhandelt die IG Metall erstmals in Nürnberg für die Holz- und Kunststoff-Beschäftigten in Bayern. Sowohl im Süden als auch im Osten, wie in Berlin-Brandenburg und in Sachsen, stehen die Tage die ersten Verhandlungen an.

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