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Daimler Financial Services und Mercedes Benz Bank: Proteste in Berlin

Daimler Financial Services und Mercedes Benz Bank: Proteste in Berlin

Mitarbeiter fühlen sich im Stich gelassen

12.08.2010 Ι Der Protest gegen die geplante Stellenverlagerung bei Daimler Financial Services von Berlin nach Stuttgart geht weiter. Am 11. August 2010 sind die Demonstranten am Potsdamer Platz in Berlin einfach umgekippt. Weil sie sich von der Konzernleitung links liegen gelassen fühlen.

Daimler will seine Finanzsparte von Berlin nach Stuttgart verlegen. Das bedeutet in Berlin fallen rund 500 Arbeitsplätze weg. Die Geschäftsleitung möchte die Arbeitsplätze außerdem in eine tariflose Gesellschaft verlagern. Dann gilt für die Mitarbeiter kein Tarifvertrag mehr. Viele Sicherheit fallen dadurch weg. Dagegen demonstrieren die Beschäftigten jeden Mittwoch mit einem Lunch Walk in der Mittagspause.


Mitarbeiter von Daimler Financial Services demonstrieren gegen die Stellenverlagerung.

Links liegen gelassen
Die Mitarbeiter von Daimler Financial Services in Berlin fühlen sich von der Konzernleitung links liegen gelassen. Um das zu verdeutlichen, haben sie sich am 11. August 2010 in Berlin auf die Straße gelegt. Susanne Manns, Berliner Betriebsrätin von Daimler Financial Services (DFS), erklärt die Proteste der Mitarbeiter: "Von 2400 Stellen sollen etwa 1500 im gesamten Bundesgebiet verschoben werden. 250 Arbeitsplätze sollen künftig ganz wegfallen. Die Zentrale der Daimler-Financial-Services soll von Berlin nach Stuttgart verlagert werden. Hiervon wären etwa 480 Beschäftigte betroffen. Im Umland von Berlin soll ein tariffreies sogenanntes "Transaktionscenter" entstehen. Die acht deutschen Vertriebsstandorte der Mercedes-Benz-Bank (MBB) will man schließen und die 260 Arbeitnehmer sollen ein Angebot erhalten, künftig im Transaktionscenter in Brandenburg zu arbeiten. "
Dabei sei dies so nicht nötig, erläutert Manns: "Der Vorstand setzt die Existenz der Beschäftigten aufs Spiel, ohne auch nur im Ansatz die betriebswirtschaftliche und strategische Notwendigkeit dieses Projektes belegen zu können. Die DFS hat das Krisenjahr 2009 ohne Verluste abgeschlossen. Auch dieses Jahr wird sie einen Gewinn in nennenswerter Höhe abliefern."
Betriebsrat und IG Metall fordern vom Daimler-Konzern, keine Standorte zu schließen, die Bindung an den Metalltarifvertrag aufrecht zu erhalten und von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen.

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