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Warnstreikauftakt: Textiler machen Druck bis zur nächsten Verhandlung

© M. Kunst

Warnstreikauftakt: Textiler machen Druck bis zur nächsten Verhandlung

Textiler protestieren für besseres Arbeitgeberangebot

01.02.2017 Ι Seit Mitternacht sind die Textiler im Warnstreikmodus: 2550 Beschäftigte haben sich heute an den Warnstreiks in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie beteiligt. Um die Arbeitgeber am 15. Februar zu einem vernünftigen Angebot zu bewegen, werden die Textiler in den nächsten Tagen den Druck erhöhen.

Den Start machten in der Nacht zum 1. Februar die Nachtschicht-Beschäftigten von 12 Betrieben, die meisten von ihnen Automobilzulieferer. Punkt Null Uhr ließen rund 900 Textiler nach Ablauf der Friedenspflicht die Arbeit ruhen und zogen vor die Werkstore. Die Produktionen standen zum Teil komplett.

Insgesamt beteiligten sich bis heute Nachmittag in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsbranche 2550 Warnstreikende an den ersten IG Metall-Aktionen - als Antwort auf das mickrige Angebot der Arbeitgeber

Einen starken Auftakt in die heiße Phase der Tarifrunde demonstrierten die Textiler in Nordrhein-Westfalen: In Bocholt, Düren und Krefeld legten die Nachtschichten von Ibena, Borgers, Anker und TAG die Arbeit nieder. Ihnen folgten gegen Mittag weitere Warnstreikende bei den Textilbetrieben Anker, Heimbach, Voith und CMC.


"Schluss mit Lustig" machten die gesamten Nachtschichten von Motus in Überherrn bei Völklingen sowie von Ideal Automotive in Otterberg. Vor dem Werkstor bei Modus forderte Manfred Menningen, der für die IG Metall die Verhandlungen führt, von den Arbeitgebern, endlich ein vernünftiges Angebot auf den Tisch zu legen.

Auch bei Ideal in Ingolstadt und Faurecia Autositze in Neuburg ließen die Textiler die Nacht zum Tage werden und schalteten nach Ablauf der Friedenspflicht in den Warnstreikmodus. Bei Faurecia zog die komplette Nachtschicht mit 200 Beschäftigten vor das Betriebstor. In Niedersachsen legten um 5 Uhr rund 100 Textiler der Firma Bremskerl in Estorf die Arbeit nieder und beteiligten sich an einem dreistündigen Warnstreik.

Mehrere Hundert Beschäftigte in Baden-Württemberg waren ebenfalls nicht in den Betrieben zu halten und folgten am frühen Morgen dem Aufruf der IG Metall. Darunter Beschäftigte des Automobilzulieferers Adient Interiors in Rastatt und des Airbag-Herstellers Global Safety Textiles (GST) in Lörrach.

 

IG Metall erwartet in der dritten Runde ein vernünftiges Angebot

Die IG Metall wird in dieser und nächster Woche die Warnstreiks ausweiten. Ab morgen sind zum Beispiel Textiler im nordrhein-westfälischen Krefeld sowie in Lörrach und Aalen in Baden-Württemberg zu Warnstreiks aufgerufen.

Mitte Januar hatten die Arbeitgeber in Bielefeld ein Angebot unterbreitet, das Manfred Menningen als "zu mickrig in der Erhöhung und zu lang in der Laufzeit" kritisiert hatte. Zur Altersteilzeit hatten die Arbeitgeber gar nichts angeboten. Die IG Metall fordert für die rund 100 000 Beschäftigten in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie 4,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Zudem strebt sie bessere Konditionen bei der Altersteilzeit an.

Am 15. Februar verhandeln IG Metall und Textil-Arbeitgeber in Saarlouis in der dritten Runde weiter - flankiert mit Aktionen und einer Kundgebung.

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