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Volkswagen: Diskussionen um Vorstandsvergütung

Volkswagen: Diskussionen um Vorstandsvergütung

Wieviel darf ein VW-Chef verdienen?

26.03.2012 Ι 1,4 Millionen Euro im Monat. So viel verdient VW-Chef Martin Winterkorn. Um sein Rekordgehalt ist eine Debatte entbrannt, in der jetzt auch IG Metall-Vorsitzender Berthold Huber Position bezieht. Er fordert Grenzen für Vorstandsvergütungen - entweder über höhere Zielvorgaben oder über eine gekappte Boni.

Keine Frage: Volkswagen ist erfolgreich wie nie. Allein in den letzten vier Jahren hat der Konzern seinen Absatz von 6,2 auf 8,36 Millionen Autos erhöht. In diesem Zeitraum ist sozusagen ein ganzes Automobilunternehmen entstanden. Die Beschäftigung ist von 370 000 auf über 500 000 Mitarbeiter gestiegen. Allein im vorigen Jahr hat der Autobauer 28 000 neue Jobs geschaffen - Zukäufe nicht eingerechnet.

Aber: Rechtfertigt dieser Erfolg eine Vergütung von 16,6 Millionen Euro? Dieses Rekkordgehalt hat VW-Chef Martin Winterkorn für das vergangene Jahr erhalten. Die Diskussion darüber ließ nicht lange auf sich warten.

Grenzen für Vorstandsgehalt

Jetzt hat sich IG Metall-Vorsitzender Berthold Huber in die Debatte eingeschaltet. In der "Frankfurter Rundschau" plädiert er für Grenzen für die Vorstandsvergütung. Huber sieht hier zwei Möglichkeiten: "Entweder wir erhöhen die Zielvorgaben. Das Management müsste dann mehr erreichen, um eine bestimmte Summe zu erhalten. Oder wir kappen die Boni ab einer bestimmten Höhe." Für welchen Weg man sich entscheidet, muss im VW-Aufsichtsrat diskutiert werden.

Auch VW-Betriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh spricht sich für neue Vergütungsregeln aus. "Wenn man Ziele schneller als geplant erreicht, was bei VW definitiv geschehen ist, muss man mit dem Management neue Ziele vereinbaren." Ginge es nach dem Betriebsrat, würde der Faktor Beschäftigung für die Bemessung von Managergehälter gesetzlich verankert werden.

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