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Holz und Kunststoff: Zweite Verhandlungsrunde im Südwesten
Arbeitgeberangebot „reicht hinten und vorne nicht“

Die Stimmung der Warnstreikenden war eindeutig besser als das erste Angebot der Arbeitgeber


... offensichtlich noch mehr Druck, um sie zu einem ordentlichen Angebot zu bewegen.

Fünf Prozent mehr Geld sowie eine verbindliche Regelung zur Altersteilzeit: Dafür haben Holz- und Kunststoffbeschäftigte auch diese Woche mit Aktionen und Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber gemacht.

Beim zweiten Treffen für die Branche im Südwesten offerierten die Arbeitgeber erstmals ein Entgelt-Angebot, das seinen Namen nicht verdient, sondern eher einer Provokation gleich kommt: 1,2 Prozent für zwölf Monate und weitere 1,4 Prozent für nochmal den gleichen Zeitraum. Verbindliche Regelungen zu Altersteilzeit lehnen sie nach wie vor ab. Eventuell wären sich bereit, mit der IG Metall im Rahmen eines Demografie-Tarifvertrages auch über Altersteilzeit zu reden. Nach sieben Stunden trennten sich IG Metall und Arbeitgeber ohne Annäherung.

IG Metall-Verhandlungsführer Martin Sambeth wies das „Angebot“ als unzureichend zurück: „ Das reicht hinten und vorne nicht, die Beschäftigten in Holz- und Kunststoffbetrieben haben eine angemessene Entgelterhöhung verdient und Anspruch auf eine vernünftige Altersteilzeit.“

Rund 300 Warnstreikende hatten die zweite Verhandlungsrunde in Korntal-Münchingen lautstark eingeläutet, wo die IG Metall zu einer Kundgebung aufgerufen hatte. Die Aktionen starteten am Vormittag bei Leicht Küchen in Schwäbisch Gmünd mit einer Kundgebung vor dem Werkstor.

Nach dem erfolgreichen Warnstreikauftakt bei Waldner Labor in Wangen im Allgäu mit 500 Aktiven letzten Donnerstag, hat die IG Metall seit Wochenbeginn erneut zu Protesten und Warnstreiks aufgerufen. Insgesamt haben sich in der laufenden Holz-Tarifrunde mehr als 1540 Beschäftigte an Aktionen und Warnstreiks beteiligt.

Morgen starten die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der bayerischen Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie. Danach geht’s nächste Woche in der zweiten Runde weiter in Westfalen-Lippe und in Niedersachsen-Bremen.
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