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Holz und Kunststoff: 7000 Warnstreikende erhöhen Druck auf Ar...
Klare Botschaft an die Arbeitgeber

Die IG Metall startet in die dritte Verhandlungsrunde in Höchstform: Insgesamt 7000 Holz- und Kunststoffbeschäftigte sorgten bisher mit kraftvollen Warnstreiks für Druck und Bewegung am Verhandlungstisch. Die Kampfbereitschaft der Hölzer gibt der IG Metall einen starken Joker in die Hand, mit ...



... dem sie bei den nächsten Verhandlungen ab 22. Februar trumpfen kann.

Schwäbisch Gmünd, Wangen, Bad Münder, Stadtlohn, Hiddenhausen, Münster, Gernsheim, Braunschweig, Bispingen, Lohne, Stuttgart, Bald Waldsee: Das waren in den vergangenen Tagen die süd- und nordwestlichen Schauplätze, wo insgesamt 7000 Warnstreikende für ihren gerechten Anteil demonstriert haben.

Schwerpunkt der Aktionen war heute im Südwesten, wo die IG Metall kurz vor der dritten Verhandlung den Druck auf die Arbeitgeber noch mal erhöhte. Allein im Süden von Baden-Württemberg beteiligten sich über 1500 Beschäftigte an den Protest- und Warnstreikaktionen. Mit dabei waren 250 Beschäftigte des Möbelherstellers Rolf Benz in Freudenstadt, die heute früh die Arbeit niederlegten.

Aktiv für gerechten Anteil: Die Beschäftigten von Hymer, Waldner Laboreinrichtungen und Carthago in Bad Waldsee
Aktiv für gerechten Anteil: Die Beschäftigten von Hymer, Waldner Laboreinrichtungen und Carthago in Bad Waldsee


Auch von Hymer und Waldner Laboreinrichtungen machten mehrere hundert Beschäftigte mit und trafen sich vor dem Werkstor des Wohnmobilanbieters in Bad Waldsee zur Kundgebung. Ganz deutlich wurde von den Hölzern die „Blockadehaltung“ der Arbeitgeber kritisiert: Die IG Metall erwartet jetzt von den Arbeitgebern, dass sie ihr Angebot in der dritten Verhandlungsrunde deutlich nachbessern und den Beschäftigten auch in der Holz- und Kunststoffindustrie endlich einen würdigen Ausstieg aus dem Beruf zugestehen.

Auffällig bei allen Aktionen war die insgesamt hohe Beteiligungsbereitschaft – auch die von Nicht-Mitgliedern, die aktiv mitmachten.

Mit der außerordentlich guten Beteiligung von 7000 Warnstreikenden startet die IG Metall gestärkt in die dritte Runde, die am 22. Februar im südwestlichen Sindelfingen beginnt. Danach geht’s weiter in Westfalen-Lippe am 24. Februar und am 25. Februar in Niedersachsen/Bremen.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt 1,2 Prozent mehr Geld ab Mai 2016 sowie weitere 1,4 Prozent ab Mai 2017 angeboten. Zum Thema Altersteilzeit kam von ihnen gar nichts. Die lehnen sie ab. Stattdessen wären sie bereit, über einen allgemeinen Demografie-Tarifvertrag zu reden. Die IG Metall will verbindliche Regelungen zur Altersteilzeit und fordert rückwirkend zum 1. Januar fünf Prozent mehr Geld.
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