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Siemens: Internationales Rahmenabkommen mit Betriebsrat und IG Metall unterzeichnet

Grundsätze sozialer Verantwortung gelten jetzt weltweit

31.07.2012 Ι Nach MAN ist es jetzt auch bei Siemens soweit: Das Unternehmen hat gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern und der IG Metall ein Internationales Rahmenabkommen für weltweite Mindeststandards unterzeichnet. Damit gibt es nun auch bei Siemens einen verlässlichen Mindeststandard. Er setzt die ethischen Grundlagen für das Handeln von Unternehmen und Mitarbeitern.

Rund 360 000 Mitarbeiter zählte der Siemens-Konzern 2011. Die können sich nun weltweit auf die internationale Rahmenvereinbarung berufen. Der darin vereinbarte Wertekanon ist gleichermaßen bindend für die Unternehmensleitung und die Mitarbeiter. Am 25. Juli 2012 wurde das Abkommen im Rahmen der Aufsichtsratssitzung unterzeichnet.

Bekenntnis zu Menschen- und Arbeitnehmerrechten
"Für die Arbeitnehmer und Gewerkschaften ist es von besonderer Bedeutung, dass sich global agierende Unternehmen zu den Menschen- und Arbeitnehmerrechten bekennen und danach handeln", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzende der IG Metall und Präsident des Industriegewerkschaftsverbandes IndustriAll. "Bei Siemens haben wir dies in unserer gemeinsamen Erklärung festgeschrieben. Dieser Wertekanon muss von Mitarbeitern ebenso wie von Verantwortlichen des Konzerns Tag für Tag neu vorgelebt werden. Das Internationale Rahmenabkommen schafft dafür eine weitere Grundlage bei Siemens."


Die Unterzeichner des Abkommens: Jürgen Kerner (IG Metall), Brigitte Ederer (Siemens), Lothar Adler (Betriebsrat), Berthold Huber (IG Metall), Birgit Steinborn (Betriebsrat), Peter Löscher (Siemens); Foto: Siemens


Das Abkommen nimmt Bezug auf die grundlegenden Arbeitnehmerrechte, die in den einschlägigen internationalen Konventionen, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie der UN-Initiative des Global Compact enthalten sind. Diese beinhalten beispielsweise die Abschaffung von Zwangsarbeit, ein Diskriminierungsverbot und den Grundsatz der Gleichbehandlung, das Verbot von Kinderarbeit, die Festlegung eines Mindestalters für Beschäftigte, sowie die Tarif- und Vereinigungsfreiheit. Für Lothar Adler, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Siemens AG, kommt der Mensch klar vor der Marge: "Wir stehen für weltweit angemessene Beschäftigungsbedingungen. Das Abkommen betont in besonderer Weise die grundlegenden Rechte der Beschäftigten bei Siemens. Die Unterzeichnung der Vereinbarung ermöglicht, dass weltweit auch weiterhin die Beteiligungsrechte für faire Arbeitsbedingungen beachtet werden."

Vorstandsvorsitzender Peter Löscher sieht in dem Rahmenabkommen die bisher gültigen Stadards dokumentiert. Die Vereinbarung sei außerdem ein Zeichen gegenseitigen Vertrauens: "Das Abkommen ist Ausdruck des Verantwortungsbewusstseins der Siemens AG für ihre Mitarbeiter und Beleg für das vertrauensvolle Verhältnis von Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft."

Der Konzern ist weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes entfallen zwischenzeitlich auf grüne Produkte und Lösungen.

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