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Ratgeber: Urlaubszeit - Reisezeit. Illustration: vectomart/panthermerdia.net

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Ratgeber Urlaub

Gesund und sicher verreisen

22.06.2017 Ι Abschalten, ausspannen, die Seele baumeln lassen: Die Urlaubszeit ist für Viele die schönste Zeit im Jahr. Doch bei Problemen kann sich auch schnell Frust breitmachen. Wir geben Tipps für Reisende und Daheimurlauber.

Verreisen mit dem Auto

Die meisten Familien fahren mit dem Auto in den Urlaub. Das Auto ist flexibel nutzbar, macht orts- und zeitunabhängig. Da schreckt auch ein kilometerlanger Stau nicht ab. Doch auch wenn alle Räder still stehen: Das Mobiltelefon darf auf den meisten europäischen Straßen nur mit Freisprecheinrichtung oder bei ausgeschaltetem Motor bedient werden.

Wer mit einem Fahrzeug unterwegs ist, das nicht auf den Fahrer zugelassen ist, sollte eine entsprechende Bestätigung des Halters einschließlich des Kfz-Scheins dabei haben. Insbesondere wenn es über die Grenze geht. Die "Grüne Versicherungskarte" muss nur noch in wenigen Ländern der Europäischen Union (EU) mitgeführt werden. Automobilclubs und Versicherer empfehlen, die Karte trotzdem dabei zu haben. Unverzichtbar ist sie für Fahrten in osteuropäische Länder und die Türkei.

Der sogenannte Europäische Unfallbericht sollte in keinem Handschuhfach fehlen. Die Formulare sind europaweit identisch und jeder Unfallbeteiligte kann ihn in seiner Landessprache ausfüllen

Dienstwagen sind meist über Leasingverträge des Arbeitgebers teil- oder vollkaskoversichert. Selbst wenn das Auto privat genutzt werden darf: In einigen EU-Ländern sind die Autos nur haftpflichtversichert. Beschäftigte müssen in diesem Fall den Wagen für die Reise privat vollkaskoversichern.
 

Personalausweis und Pass checken

Wer erst am Abreisetag feststellt, dass Ausweisdokumente abgelaufen sind, kann die Reise oft nicht antreten. An Flughäfen kann die Bundespolizei nur deutschen Staatsangehörigen ein Reiseersatzpapier ausstellen. Aber: Verschiedene Länder verlangen, dass der Pass bei Ankunft am Reiseziel noch mindestens sechs Monate über den beabsichtigten Aufenthalt hinaus gültig sein muss.

Urlauber mit einer anderen Staatsangehörigkeit können sich ein Reiseersatzdokument nur über die ausländische Vertretung in Deutschland, also das Konsulat oder die Botschaft beschaffen.
 

Krank oder Unfall

Bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung innerhalb der EU müssen Versicherte in der Regel nur ihre Europäische Krankenversicherungskarte beim Arzt vorlegen. Achtung: Grundsätzlich werden Leistungen nur nach den Bedingungen des Staates erbracht, in dem sich ein Patient aufhält. Eine mögliche Kostenbeteiligung richtet sich ebenfalls nach den Vorschriften des Landes und ist unter Umständen direkt vor Ort zu bezahlen.

Allerdings kann es sogar dort, wo die Europäische Krankenversicherungskarte gilt, zu Problemen kommen. Oft akzeptieren örtliche Ärzte oder Krankenhäuser die Karte nicht, so dass Patienten die Behandlung zunächst selbst zahlen müssen und die Rechnung später bei der deutschen Krankenkasse einreichen. Aber: hat der Arzt am Urlaubsort einen höheren Satz für die Behandlung in Rechnung gestellt, erstattet die Kasse in der Regel nur den einfachen Honorarsatz des Landes.

Dort, wo die Europäische Versicherungskarte nicht akzeptiert wird, es mit dem Land aber ein Sozialversicherungsabkommen gibt, müssen Patienten einen Auslandskrankenschein vorlegen. Dieser deckt aber nur Notfallleistungen ab.
 

Urlaub daheim

Immer mehr Berufstätige haben verlernt, was beim Urlaub im Vordergrund steht: Erholung und Regeneration von der Arbeit. Auch aus diesem Grund kann ein Urlaub auf Balkonien erholsam sein: Daheimurlauber kommen langsamer in Urlaubsstimmung.

Hektik bei der Anreise, Überanstrengung, die Sorge, etwas zu verpassen oder Ferientief am fünften Tag - das gibt es alles nur auf Reisen. Daheimurlauber können ihren Tagesablauf selbst bestimmen. Kein Frühstück bis zehn Uhr, kein Ausflugstermin und kein Gruppenturnen am Pool. Außerdem können sich Daheimgebliebene aus der nicht genutzten Reisekasse etwas Besonderes leisten.

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