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Edelstahlsparte von Thyssen-Krupp: Standorte und Jobs gesichert. Foto: Thomas Range

Edelstahlsparte von Thyssen-Krupp: Standorte und Jobs gesichert

Sicherheit für die Beschäftigten

31.01.2012 Ι IG Metall, Betriebsräte und Beschäftigte haben für die Zukunft der Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte gekämpft. Und letzte Nacht ihre Forderungen weitgehend durchgesetzt. Die beste Nachricht: Betriebsbedingte Kündigungen sind mindestens bis Ende 2015 kein Thema.

Die Thyssen-Krupp-Edelstahlsparte Inoxum wird an den finnischen Edelstahlkonzern Outokumpu verkauft. Die IG Metall und der Betriebsrat sahen bis zu 1000 Arbeitsplätze bedroht. Das ist nun vom Tisch: In der Nacht zum Dienstag gab es Verhandlungen mit Thyssen-Krupp und Outokumpu mit einem guten Ergebnis. Die wichtigsten Vereinbarungen:

  • Betriebsbedingte Kündigungen sind an allen Produktionsstandorten bis Ende 2015 ausgeschlossen.
  • Alle Standorte bleiben bestehen, diese Standortgarantie gilt ebenfalls bis Ende 2015.
  • Die Flüssigphase im Stahlwerk Bochum ist gesichert. Mindestens bis 2016.
  • In den Standort Krefeld werden 20 Millionen Euro investiert. Es soll ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Kaltwalzprodukte entstehen.
  • Alle Mitbestimmungsmöglichkeiten, die es bereits gibt, bleiben bestehen.
  • Thyssen-Krupp beteiligt sich mit 30 Prozent an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen mit Outokumpu.

"Das kann sich sehen lassen"

Markus Grolms von der IG Metall war als einer der Verhandlungsführer für die IG Metall dabei. Sein Urteil: "Für die Edelstahlbetriebe insgesamt haben wir einen Tarifvertrag durchgesetzt, der sich sehen lassen kann." Er ist stolz auf die gemeinsame Leistung von Betriebsrat, IG Metall und Beschäftigten. In den vergangenen Tagen hatten die Beschäftigten mit verschiedenen Aktionen für ihre Zukunft demonstriert. Unter anderem in Krefeld und Bochum. Auch der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende von Nirosta, Bernd Kalwa, ist erleichtert: "Ich bin froh darüber, dass niemand durch den Rost fällt - nirgendwo. Und Krefeld erhält die Chance, die Bandgießtechnik doch noch zum Erfolg zu bringen."


Der Standort Krefeld wird die größte Veränderung haben. Einerseits wird das Stahlwerk (Schmelzstufe) Ende 2013 geschlossen. Davon war Outokumpu nicht abzubringen. Die Schmelzstufe konzentriert sich dann also am Standort Bochum. Trotzdem gilt auch für die Krefelder Beschäftigten: Keine Entlassungen bis 2015. Andererseits wird in Krefeld kräftig investiert in Forschung und Entwicklung für sogenannte Kaltwalzprodukte. 

 

Die Mühen für einen fairen Tarifvertrag haben sich also gelohnt. Er sichert Lösungen für alle Beschäftigten und die Zukunft der Edelstahlproduktion in Deutschland. 


 

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