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Elterngeld: Familie und Beruf vereinbaren
Immer mehr Männer gehen in Elternzeit

Fast ein Zehntel der jungen Väter entscheiden sich für die Elternzeit. Das sind mehr als doppelt so viele, wie vor Einführung des Elterngeldes Anfang 2007. Die meisten Männer entscheiden sich nur für zwei Monate Elternzeit. Das sind die beiden zusätzlichen Monate, um die der Bezug des ...


…  Elterngeldes verlängert wird, wenn auch der andere Partner vorübergehend aus dem Job aussteigt.

Männer haben wie Frauen ein „Vereinbarkeitsproblem“. Auch sie stecken „zwischen Familie und Beruf“. Allerdings sind mittlerweile immer weniger Männer bereit, für die ausschließliche Festlegung auf die Ernährerrolle das Familienleben zu vernachlässigen.



Bei Microsoft Deutschland etwa nimmt der Anteil an Vätern, die Elternzeit in Anspruch nehmen ebenfalls zu. Christiane Benner, Expertin für IT sowie Elektroindustrie und Angestellte in der IG Metall schränkt jedoch ein: „Das ist sicher erfreulich, aber wenn man die Zahlen nüchtern betrachtet, kann man insgesamt nicht von einem Umschwung sprechen. Männer in Elternzeit sind in diesen Bereichen noch immer Exoten.“

Elterngeld ist einkommensabhängig
Die Höhe des Elterngeldes ist einkommensabhängig. Das heißt, es ist eine Entgeltersatzleistung und schafft keinen sozialen Ausgleich. Nur 15 Prozent der Elternteile erhalten mehr als 1000 Euro und mehr als die Hälfte bekommen weniger als 500 Euro. Geringverdiener profitieren also kaum, während Frauen und Männer mit hohem Einkommen auch eine hohe Entgeltersatzleistung bekommen.

Mit der Einführung von Elterngeld wurde eine alte Forderung von Gewerkschafterinnen nach Entgeltersatzleistung für junge Mütter und Väter erfüllt. Aber es fehlt noch immer an Ganztagsplätzen für die Kinderbetreuung für junge Familien im Anschluss an die Elternzeit. Nur wenn eine qualifizierte Betreuung der Kinder auch nach den ersten zwölf bzw. 14 Monaten sichergestellt ist, wird das Elterngeld tatsächlich seine Wirkung entfalten.

 

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