Metallerin Rebekka Kutzi
Gute Arbeitsbedingungen durchsetzen

„Ich kämpfe gegen Leiharbeit und für starke Betriebsräte“, sagt Rebekka Kutzi. Das Betriebsrätestärkungsgesetz geht der Metallerin nicht weit genug. Deshalb geht Rebekka zur Bundestagswahl, weil sie von der Politik noch mehr erwartet.


„Ich habe in einer Spedition gelernt, da gab es miese Löhne und Arbeit am Wochenende. Mir wurde klar, dass Du eine Gewerkschaft und einen Betriebsrat brauchst.“ Rebekka kündigte und initiierte in ihrem nächsten Betrieb die Wahl eines Betriebsrats. Doch sie hatte nur einen befristeten Vertrag – und war schnell wieder raus.

Bei ihrem jetzigen Arbeitgeber fing sie 2011 als Leiharbeiterin an. „Becky“ wurde in den Betriebsrat gewählt und handelte den Haustarifvertrag mit aus. Das heißt: mehr Geld, mehr Urlaubsanspruch und mehr Sicherheit für die Belegschaft. Eine zulässige Höchsteinsatzquote von Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern wurde vereinbart.

„In wenigen Wochen haben wir sehr viele Leute überzeugt, in die IG Metall einzutreten. Das war ziemlich cool und das motiviert mich bis heute, für anständige Arbeitsbedingungen zu kämpfen, so dass die Beschäftigten gern zur Arbeit gehen.“ Als Konzernbetriebsratsvorsitzende ist die junge Metallerin heute zuständig für aktuell fünf Standorte und 800 Beschäftigte von Neovia Logistics.

In den Auseinandersetzungen um Tarifverhandlungen und Betriebsratsgründung war der Rückhalt durch die Belegschaft im Betrieb und die IG Metall vor Ort absolut wichtig. „Es geht um Solidarität und gemeinsam Stärke zu zeigen. In der IG Metall ist man überall willkommen, man fühlt sich immer zu Hause.“

Von der Politik erwartet Rebekka, Betriebsräte stärker bei ihrer Arbeit zu schützen und Arbeitgebern auf die Finger zu klopfen, wenn sie Betriebsräte behindern. Außerdem muss die Leiharbeit besser geregelt werden. Prekäre Arbeitsverhältnisse sind ihr ein Dorn im Auge. Becky hat am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn man als Leiharbeiterin keine Sicherheiten hat und von heute auf morgen abgemeldet werden kann.

Rebekka kämpft für starke Betriebsräte. Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz, das dieses Jahr verabschiedet wurde, geht ihr nicht weit genug. Es gibt noch viele Unternehmen, die Betriebsräten das Leben schwermachen und straffrei davonkommen. Deshalb geht Rebekka Kutzi zur Bundestagswahl am 26. September. „Weil ich was verändern möchte.“

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