Metaller Erich Bullmann
Keinen Millimeter nach rechts

Erich Bullmann will in einer vielfältigen Gesellschaft leben und die Transformation aktiv gestalten. Als Metaller geht er beides an und auch bei der Bundestagswahl will er seine Stimme dafür einsetzen.


„Keinen Millimeter nach rechts“ – darum gehe er wählen, erklärt Erich Bullmann. Der Metaller spricht mit ruhiger und besonnener Stimme, aus der man deutlich raushört, dass hier mit ihm nicht zu verhandeln ist. Er will in einer vielfältigen Gesellschaft leben.

Als Metaller sieht er sich in der Pflicht: „Gewerkschaften haben auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe“, erklärt Erich. Und: „Gegen Rassismus muss man vorgehen, er hat keinen Platz in der Gesellschaft.“ Erich ist stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Trilux in Arnsberg. Auf die Frage, wie er sich selbst beschreiben würde, antwortet der 56-jährige Sauerländer: „Ich bin Gerechtigkeitsfanatiker.“

Bei der Bundestagswahl geht es dem Metaller nicht nur darum, eine Stimme gegen Rechtspopulisten zu setzen – er will sich mit seiner Stimme für eine faire Transformation einsetzen. Der Betriebsrat weiß, was Transformation bedeutet. In Arnsberg haben sie den Wandel bereits vollzogen – vom Leuchtenhersteller hin zum LED-Produzenten und damit „vom blechverarbeitenden Betrieb hin zum Elektronikhersteller“, wie Erich es ausdrückt.

Dank ihm und seiner Betriebsratskolleginnen und -kollegen ist dabei kein Arbeitsplatz verloren gegangen. Ganz im Gegenteil: „Wir haben heute sogar noch mehr Beschäftigte am Standort Arnsberg, als vor der Transformation“, erklärt Erich stolz. Der Metaller begreift die Transformation als Chance und betont: „Eine Technologie, die sich nicht wandelt, wird irgendwann aussterben.“

Von der künftigen Bundesregierung fordert er, Betriebe bei der Transformation zu unterstützen, um Arbeitsplätze zu sichern. Sein Credo für die Wahl lautet: „Wer sich nicht beteiligt, darf sich hinterher auch nicht beschweren.“

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